Unsere Geschichte

1961

Der Traum vom Eissport in Freiburg

Der Freiburger Eishockeysport begann mit einer Vision, viel Idealismus und dem festen Glauben an eine neue Sportart im Breisgau. Am 30. Januar 1961 gründeten Franz Siegel und acht Mitstreiter in einem Gasthaus im Freiburger Westen (Schnoogeloch) den Eis- und Rollsportclub Freiburg (ERC Freiburg). Zunächst stand Rollschuhlaufen im Vordergrund, doch schnell entwickelte sich die Leidenschaft für den Eissport.

Ein entscheidender Schritt folgte 1963 mit dem Bau einer Rollschuhbahn an der Ensisheimerstraße. Was zunächst bescheiden wirkte, sollte sich als Keimzelle einer außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte erweisen. 1967 wurde die Bahn erstmals vereist. Am 2. Dezember 1967 fand dort das erste Eishockeyspiel statt. Freiburg hatte seine Eisfläche und damit den Grundstein für eine bewegende Geschichte. Mit dem Bau eines Dachs im Jahr 1970 und späteren Erweiterungen entstand die legendäre Eishalle, die für Generationen von Spielern und Fans zum emotionalen zuhause wurde.

1968

Erste große Erfolge, erste große Narben

Sportlich ging es für den ERC Freiburg schnell nach oben. Bereits 1968 bestritt der Verein sein erstes Pflichtspiel, in den folgenden Jahren arbeitete man sich mit großem Ehrgeiz durch die Ligen. Die harte Arbeit zahlte sich aus: 1977 der Aufstieg in die 2. Bundesliga, 1979 schließlich der Sprung in die 1. Bundesliga. Freiburg war plötzlich Teil der nationalen Eishockey-Elite.

Die frühen 1980er-Jahre markierten die erste große Blütezeit des Freiburger Eishockeys. Spieler, Trainer und Fans verschmolzen zu einer Einheit, die Franz-Siegel-Halle wurde zur Festung. Der sportliche Höhepunkt folgte in der Saison 1983/84: Platz sechs in der Bundesliga und der Gewinn des Deutschen Pokals – bis heute ein Meilenstein der Vereinsgeschichte.

Doch hinter den Kulissen wuchsen die Probleme. Steigende Kosten und strukturelle Defizite konnten nicht aufgefangen werden. Trotz sportlicher Stärke endete diese Ära abrupt: 1984 wurde dem ERC Freiburg die Lizenz entzogen, der Verein musste Konkurs anmelden. Der Traum war zerbrochen, doch die Liebe zum Eishockey in Freiburg lebte weiter.

1984

Ein Neuanfang aus Leidenschaft

Das Ende des ERC war für viele ein Schock, aber kein Abschied vom Eishockey. Nur wenige Monate später, am 6. September 1984, wurde mit dem EHC Freiburg e. V. ein neuer Verein gegründet. Angeführt von Dr. Georg-Heinrich Kouba begann ein mutiger Neustart. Getragen von Fans, Ehrenamtlichen und der festen Überzeugung, dass Freiburg weiterhin Eishockeystadt bleiben sollte.

Der EHC verstand sich von Beginn an als Nachfolger des ERC, mit dem Ziel, aus Fehlern zu lernen und den Standort langfristig zu sichern. Bereits 1985 startete der Verein in der 2. Bundesliga, ein bemerkenswerter sportlicher Wiedereinstieg und ein klares Zeichen: Freiburg war zurück.

1988

Freiburg fordert die Großen heraus

Der Aufstieg kam schneller als gedacht: 1988 gelang dem EHC Freiburg der Sprung in die 1. Bundesliga. In den folgenden fünf Jahren gehörte Freiburg zur höchsten Spielklasse Deutschlands. Die Mannschaft kämpfte mit Herz, Disziplin und unbändigem Willen – Eigenschaften, die den Verein bis heute prägen.

Besonders die Saison 1990/91 bleibt unvergessen: Ein starker fünfter Platz nach der Hauptrunde und erstmals die Teilnahme an den Playoffs. Freiburg hatte sich Respekt verschafft, sportlich wie atmosphärisch. Die Franz-Siegel-Halle war regelmäßig ausverkauft. Eishockey ein fester Bestandteil des städtischen Lebens, auch weit über die Grenzen Freiburgs hinaus.

Doch erneut holte die Realität den Verein ein. 1993 wurde dem EHC die Lizenz entzogen, der Verein musste wieder ganz unten anfangen. Es war ein schmerzhafter Rückschlag, aber nicht das Ende.

1995

Der große Freiburger Moment

Was folgte, war eine der beeindruckendsten Aufholjagden im deutschen Eishockey. Aus der Regionalliga kämpfte sich der EHC Schritt für Schritt zurück. Spieler, Verantwortliche und Fans glaubten unerschütterlich an den Weg nach oben.

Der Lohn kam 1995 mit der Meisterschaft in der 2. Bundesliga, ein emotionaler Triumph. Doch der größte Moment folgte einige Jahre später: 2003 wurde der EHC Freiburg erneut Zweitligameister und stieg in die Deutsche Eishockey Liga (DEL) auf. Freiburg war zurück auf der größten Bühne. Für viele war es die Erfüllung eines jahrzehntelangen Traums, insbesondere für Dr. Kouba, der diesen Weg maßgeblich geprägt hatte.

2006

Die dunkelsten Stunden

Doch Freiburg wäre nicht Freiburg ohne Kampfgeist. 2011 begann ein bewusster Neuanfang – bodenständig, regional, nachhaltig. Der Fokus lag klar auf dem eigenen Nachwuchs und einem gesunden Fundament.

Sportlich folgte eine historische Saison: 25 Spiele, 25 Siege in der Regionalliga Südwest. Der direkte Aufstieg in die Oberliga war der Startschuss einer neuen Erfolgsära. 2015 krönte der EHC diese Entwicklung mit der Deutschen Oberligameisterschaft und der Rückkehr in den Profibereich, die DEL2.

2011

Der Weg zurück aus eigener Kraft

Doch Freiburg wäre nicht Freiburg ohne Kampfgeist. 2011 begann ein bewusster Neuanfang – bodenständig, regional, nachhaltig. Der Fokus lag klar auf dem eigenen Nachwuchs und einem gesunden Fundament.

Sportlich folgte eine historische Saison: 25 Spiele, 25 Siege in der Regionalliga Südwest. Der direkte Aufstieg in die Oberliga war der Startschuss einer neuen Erfolgsära. 2015 krönte der EHC diese Entwicklung mit der Deutschen Oberligameisterschaft und der Rückkehr in den Profibereich, die DEL2.

2015

Identität, Kontinuität und Zukunft

Seit 2015 ist der EHC Freiburg fester Bestandteil der DEL2. Der Verein steht heute für Kontinuität, kluge Entwicklung und starke Nachwuchsarbeit. Freiburg gilt ligaweit als Standort, an dem junge Spieler Verantwortung übernehmen und wachsen können.

Mit treuen Fans, einer besonderen Heimspielatmosphäre und einer klaren Philosophie hat sich der EHC Freiburg neu definiert: als ehrlicher Arbeiterverein, tief verwurzelt in der Region und stolz auf seine bewegte Geschichte.

Die Vergangenheit hat Spuren hinterlassen und genau daraus zieht der EHC Freiburg seine Stärke für die Zukunft.