16. Januar 2026

EHC unterliegt in Krefeld

Vor Beginn einer Drei-Spiele-Heimserie trat der EHC am Freitagabend bei DEL2-Primus Krefeld Pinguine an und unterlag mit 1-6. Dank der Rückkehr von Sameli Ventelä und Topscorer Fabian Ilestedt konnte Coach Juraj Faith vier Sturmreihen und sieben Verteidiger aubieten. Im Tor startete Fabian Hegmann, der vor etwas mehr als einem Jahr an selber Stelle der starke EHC-Rückhalt war beim mirakulösen 3-2 Auswärtssieg mit ganz schmalem Aufgebot.

Nach Drittel eins konnte es nur ein Fazit geben: der EHC wurde stark unter Wert geschlagen. Denn die Wölfe hatten die Busbeine in eben jenem zurückgelassen und waren läuferisch sofort auf Betriebstemperatur. Sie suchten von Beginn an couragiert die Offensive ohne die Defensive zu sehr zu entblössen.

So verbuchten sie über die Gesamtdistanz des ersten Abschnitts die Mehrzahl der Torchancen für sich. Allerdings fielen die einzigen beiden Treffer für Krefeld mittels Doppelschlag innerhalb von 93 Sekunden (11., 13.).

Und der EHC hatte speziell beim ersten Gegentreffer von Dybowski kein Puckglück. Zunächst kam der Krefelder Verteidiger mit viel Geschwindigkeit ins Angriffsdrittel, umkurvte das Wölfe-Tor, scheiterte mit seinem Abschluss aber an Fabian Hegmann. Der daraus resultierende Abpraller fand über Kilian Kühnhausers Kufe den Weg zurück zu Dybowski, der mit einem Flachschuss durch Hegmanns Beine schließlich zum 1-0 traf. Bei Treffer Nummer zwei vergaßen die Wölfeverteidiger Mick Köhler im Slot, der per Vorhand-Rückhand-Kombination vollendete.

A propos „Puckglück“: Selbiges fehlte dem EHC mehr als einmal, besonders aber bei Niko Linsenmaiers Metalltreffer im Powerplay (16.) und entscheidend später in den Anfangsminuten des zweiten Drittel.

Nein, der Eishockeygott war an diesem Abend definitiv kein Freiburger, denn nach zweieinhalb Minuten sorgte eine kleine Unebenheit im Eis für die Entscheidung, wie sich zeigen sollte. David Trinkberger war eigentlich schon in Scheibenbesitz, jedoch sprang die Scheibe so über dessen Schläger, daß David Cerny davon profitieren, ums Freiburger Tor in den Slot kurven und Fabian Hegmann die Scheibe durch die Beine schieben konnte (23.).

Dabei kam der EHC zuvor wieder gut aus der Kabine und forcierte kurz vor dem Krefelder 3-0 einen Turnover. Allerdings geriet der Pass von Shawn O’Donnell zu Christian Kretschmann ein wenig zu ungenau, weshalb ein kraftvoller Abschluss nicht möglich war und Felix Bick dessen Rückhandschuss parierte.

So stand es also wenig später 3-0 anstatt möglicherweise 2-1. Dieser dritte Gegentreffer sollte seine Wirkung nicht verfehlen und Krefeld schwang nun das Zepter. So war der vierte Treffer die logische Konsequenz eines nun vom KEV dominant geführten Abschnitts (32.), Korus ließ in der 38. Spielminute gar noch das 5-0 folgen.

Im letzten Abschnitt trafen beide Teams noch je ein Mal, dabei gelang Shawn O’Donnell in der letzten Spielminute der Ehrentreffer für Blau-Weiß-Rot, die sich dieses Tor mehr als verdient hatten.

Somit blieb unterm Strich eine klare, (zu) hohe Niederlage. Einerseits fehlte das Scheibenglück, zudem hatte aber die Chancenverwertung – gerade im ersten Abschnitt – Luft nach oben. Andererseits traf der EHC auf ein Krefelder Team, das sich in der Offensive, auf Grund der großen individuellen Klasse, eben effizient zeigte und mit sichtbarem Selbstvertrauen eines Tabellenprimus die Partie ab dem unglücklichen 3-0 kontrollierte.

Weiter geht es am Sonntag in der Echte Helden Arena gegen die Starbulls Rosenheim im ersten von drei aufeinanderfolgenden Heimspielen binnen sechs Tagen.

Tore:
1:0 (10:28) Dybowski (Payerl)
2:0 (12:01) Köhler (Gogulla, Vandane)
3:0 (22:29) Cerny
4:0 (30:36) Matsumoto (Cerny, Raabe)
5:0 (38:28) Korus (Newton, Gogulla)
6:0 (48:47) Payerl (Nijenhuis)
6:1 (59:04) O’Donnell (Ilestedt, Ewanyk)

Schüsse: Krefeld 35 (8/16/11), Freiburg 28 (13/6/9)
Strafminuten: Krefeld 6, Freiburg 4
Überzahleffizienz: Krefeld 0-1, Freiburg 0-2
Schiedsrichter: Aleksander Polaczek, Andreas Gawlik / Dominic Borger, Jonas Dietrich
Zuschauer: 6563

Aufstellung:
Hegmann (Cerveny)
Elo-Linsenmaier-Ilestedt / Kühnhauser-Ventelä
O’Donnell-Kretschmann-Schwamberger / De Los Rios-Schlenker
Mühlbauer-Ewanyk-Airich / Heider-Trinkberger Majher-Bechtold-Ludwig / Schindler

Foto: Y. Brands