2. Februar 2026

Erfolgreicher Premierensonntag

Der Monat Februar begann für den EHC Freiburg mit einem 2:1-Heimsieg gegen den EV Landshut, bei dem Sameli Ventelä nach seiner Verletzungspause wieder im Aufgebot der Wölfe stand und Christian Billich seine Rückkehr sowie Lynden McCallum sein Debüt in der Echte-Helden-Arena feierten – und ausgerechnet diese beiden Stürmer steuerten die beiden Treffer bei, die Blau-Weiß-Rot auf die Siegerstraße brachten.

Dank dieser beiden Tore innerhalb der ersten zehn Spielminuten, zwei überstandener Unterzahlspiele gegen das beste Powerplay der Liga und der spielerisch souveränen Verwaltung einer 2:1-Führung über nahezu die gesamte zweite Spielhälfte hinweg, erarbeiteten sich die Wölfe ihren zweiten Sieg an diesem Wochenende und konnten somit fünf von sechs möglichen Tabellenpunkten verbuchen.

Während sich früh im Spiel beide Teams den Weg durch die neutrale Zone erschwerten, gelang es dennoch vermehrt dem EHC, sich Chancen einzufahren – und eine erste solche führte alsbald zu einem Treffer der Hausherren, der sich bereits in der 4. Minute ereignete und zumindest in seiner frühen Entstehungsphase etwas kurios wirkte: So sprang eine von Travis Ewanyk geblockte Befreiung des Gegners in der neutralen Zone Christian Billich auf den Schläger, der bei seinem zweiten Spiel zurück im Wölfe-Dress mit seinem Zug zum Tor zum 1:0 traf (4.).

Weitere Druckphasen für Blau-Weiß-Rot entstanden aus der Spielübersicht von Colin Schlenker, der Christian Kretschmann am Torraum fand (8.) und einem tiefen Pass auf Eero Elo (9.), bevor dann Fabian Ilestedt mit der nötigen Geduld Lynden McCallum in Szene setzen konnte, der bei seinem Heimdebüt das 2:0 erzielte (10.).

Auch im einzigen Powerplay für Blau-Weiß-Rot im ersten Drittel spielte der kanadische Neuzugang eine zentrale Rolle im Slot, auch wenn die zahlreichen Chancen vor der Nordkurve allesamt auf die Vorarbeit von Nikolas Linsenmaier auf dem rechten Flügel zurückzuführen waren.

Nachdem sich beide Teams die zweite Hälfte des Eröffnungsabschnitts hindurch weitgehend neutralisiert hatten, wurde mit Ertönen der Schlusssirene eine Strafe gegen den EHC ausgesprochen, die dafür sorgte, dass er sich zu Beginn des zweiten Drittels dem mit Abstand effektivsten Überzahlspiel der Liga (Erfolgsquote vor dem Spiel: 30,4%) gegenüber sah. Die Wölfe überstanden diese Unterzahl jedoch souverän und erspielten sich alsbald die spielerische Oberhand, was sich in gezielten Anspielen von Tomas Schwamberger auf Billich (25.) und einem tiefen Pass von Kilian Kühnhauser auf Lukas Mühlbauer versinnbildlichte (29.).

Freiburg vermochte es immer wieder, offensive Drangphasen auf das Eis der Echte-Helden-Arena zu legen, musste sich jedoch punktuell auch entscheidend auf seinen Rückhalt Fabian Hegmann verlassen, der insbesondere nach einem Puckverlust in der Offensive den darauffolgenden Konter von Trevor Gooch entschärfen musste (26.). Der 31-jährige US-Amerikaner wurde im Folgenden auch von Ex-Wolf und EVL-Goldhelm Tor Immo in Szene gesetzt (28.) und ließ seine Farben mit einem Pass auf David Elsner in dieser mittleren Phase des Spiels am Anschlusstreffer kratzen (34.).

Dieser ereignete sich schließlich auf unverhoffte Weise, hatte Eero Elo kurz davor noch direkt nach einem Bullygewinn von Nikolas Linsenmaier die Latte getroffen (36.). Nachdem das Spiel dann zur Konsultierung des Videobeweises unterbrochen worden war, erwischten die Gäste den EHC eiskalt, indem die schwedische Kombination von Immo und Tobias Lindberg einen Konter zum Anschlusstreffer verwandelte (2:1, 37.).

Nach einer weiteren Strafe gegen den EHC zum Drittelausklang – diesmal weil der Puck aus der eigenen Zone über die Plexiglasscheibe bugsiert wurde – überstanden die Wölfe ihre Unterzahl erneut souverän, mussten sich dann jedoch ebenso aufs Neue bei Fabian Hegmann bedanken, der Oliver Stümpel am Torraum und in der gleichen Spielminute eine Rebound-Chance von David Elsner entschärfen musste (44.).

Nachdem der EHC ebenso wie sein Gegner eine zweite Überzahlgelegenheit ohne zählbaren Erfolg beendet hatte (48.), folgte die zu erwartende Druckphase des EVL, die erneut Trevor Gooch am Ausgleich kratzen sah (53.) und kurz danach Blau-Weiß-Rot noch mal das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite sehen ließ, als nach einem Bandencheck von Petr Heider der gefoulte Landshuter, Jakob Mayenschein, wegen unsportlichen Verhaltens seinerseits ebenso die Strafbank heimsuchen musste und die Gäste somit ihr bestes Powerplay der Liga kein drittes Mal aufs Eis schicken konnten (54.).

Freiburg managte diese Schlussphase des Spiels äußerst souverän, indem Befreiungen aus dem eigenen Drittel durch gezieltes Kurzpassspiel problemlos von statten gingen. Ins eigene Drittel gedrängt wussten die Wölfe jedoch auch die letzten 90 Sekunden in nummerischer Unterlegenheit bei leerem Landshuter Tor zu überstehen und konnten somit dieses „Spiel der drei Rückkehrer“ mit einem 2:1-Sieg beenden.

Weiter geht’s für den Wölfe-Tross am kommenden Freitag, 6.2. beim Derby in Bietigheim, bevor dann zwei Tage später der Tabellenletzte, ESV Kaufbeuren, in der Echte-Helden-Arena gastieren wird.

Tore:
1:0 (03:52) Billich (Ewanyk)
2:0 (09:19) McCallum (Ilestedt, Heider)
2:1 (36:22) Lindberg (Immo)

Schüsse: Freiburg 26 (15/9/2), Landshut 27 (3/11/13)
Strafminuten: Freiburg 6, Landshut 6
Überzahleffizienz: Freiburg 0-2, Landshut 0-2
Schiedsrichter: Hoppe, Gawlik / Reitz, Müller-Osten
Zuschauer: 2178

Aufstellung:
Hegmann (Goss)
Elo-Linsenmaier-Mühlbauer / Kühnhauser-Ventelä
Ilestedt-Kretschmann-McCallum / Schlenker-De Los Rios
Billich-Ewanyk-Schwamberger / Hempel-Heider
Bechtold-Majher / Trinkberger