21. Februar 2026

Starker Punkt gegen den Spitzenreiter

Am Freitagabend gelang dem EHC ein leidenschaftlich erkämpfter Punktgewinn gegen die Krefeld Pinguine. Neben dem gesperrten Sameli Ventelä musste Headcoach Juraj Faith auch auf den angeschlagenen Eero Elo verzichten. Neuzugang Thore Weyrauch gab sein Debüt im Wölfedress in der Verteidigung an der Seite von Alex De Los Rios.

Anders als es aufgrund der Tabellenkonstellation zu erwarten war, dominierten die Wölfe die erste Hälfte des ersten Abschnitts. Schließlich war es Lukas Mühlbauer, der ein Zwei-auf-eins sehenswert abschloss, indem er den guten Gästegoalie Felix Bick auswackelte und einschob (6.). Die Vorarbeit leistete Shawn O’Donnell, der den Platz von Eero Elo in der von Niko Linsenmaier angeführten ersten Reihe einnahm.

In der Folge kam Krefeld aber immer besser in Schwung, zeigte seine strukturelle, spielerische und läuferische Klasse und beschäftigte die Wölfecracks nun vornehmlich in deren Verteidigungszone. Aber: Den Wölfen gelang es durch großen Einsatz, die gefährliche Zone vor dem Tor zu verteidigen, was der Schlüssel zu einem Eröffnungsdrittel ohne Gegentor war. Offensiv setzten sie immer wieder Nadelstiche.

Ähnlich wie Drittel eins begann auch Drittel zwei: Der EHC hatte wieder mehr Spielanteile und erarbeitete sich Torchancen. Es dauerte nur gut zwei Minuten, ehe Chris Billich mit einem unwiderstehlichen Onetimer-Hammer aus dem hohen Slot Felix Bick keine Chance ließ.

Dass die Krefeld Pinguine das Spitzenteam der DEL2 sind, stellten sie zur Drittelmitte im Powerplay unter Beweis. Innerhalb von etwas mehr als zwei Minuten schafften sie den Ausgleich durch geduldig herausgespielte Überzahltreffer von Max Newton und Matt Santos.

Wie in Drittel eins zogen die Gäste vom Niederrhein nun wieder vermehrt ihr strukturiertes Spiel auf, trafen aber auf verbissen dagegenhaltende Wölfe mit einem ruhig und abgeklärt agierenden Fabian Hegmann zwischen den Pfosten.

Der Schlussabschnitt sollte ein dramatisches Ende finden und kulminierte 28 Sekunden vor Schluss als Lynden McCallum einen Distanzschuss von der blauen Linie bei gezogenem Torwart zum 3:3 abfälschte und den Wölfen damit einen Punkt sicherte, der von den gut 2.900 Zuschauern frenetisch bejubelt wurde. Dabei ließ der EHC zuvor eine große Ausgleichschance liegen, als er ein Powerplay nicht zum dritten Treffer nutzen konnte. Zunächst.

Dabei mussten die Wölfe zuvor zwei bittere Tiefschläge hinnehmen. In der 48. Spielminute ging es für Fabian Hegmann verletzungsbedingt nicht mehr weiter; Patrik Cerveny übernahm und stand Hegmann in nichts nach. In der 52. Minute ging der Spitzenreiter durch Matt Santos in Führung. Hatten die Wölfe den Slot bis dahin entscheidend im Griff, so konnten sie diesen Treffer aus kürzester Distanz nicht mehr verhindern.

In der folgenden Overtime wies die Schussstatistik ein starkes Übergewicht für die Gäste aus, dabei hatte aber Lynden McCallum die vermutlich größte Chance auf den Siegtreffer, verfehlte das Kreuzeck aber äußerst knapp. Das Netz wackelte, die Zuschauer sprangen bereits auf und bejubelten den vermeintlichen Siegtreffer. Dieser sollte schließlich keinem der beiden Teams mehr gelingen, weshalb die Entscheidung im Penaltyschießen gesucht werden musste. Zwei Krefelder Versuche saßen, beide Freiburger Anläufe konnte Felix Bick entschärfen, womit der Zusatzpunkt an den Niederrhein wanderte.

Tore:
1:0 (05:19) Mühlbauer (O’Donnell, Linsenmaier)
2:0 (22:08) Billich (Ewanyk, Trinkberger)
2:1 (28:08) Newton (Müller, Vandane) – PP1
2:2 (30:24) Santos (Müller, Gogulla) – PP1
2:3 (52:01) Santos (Gogulla, Newton)
3:3 (59:33) McCallum (Mühlbauer, Linsenmaier) – EA
3:4 (65:00) Payerl – PS

Schüsse: Freiburg 26 (12/9/5/0/0), Krefeld 47 (7/20/14/5/1)
Strafminuten: Freiburg 10, Krefeld 8
Überzahleffizienz: Freiburg 0-4, Krefeld 2-5
Schiedsrichter: Jeroen Klijberg,  Tim Heffner/ David Tschirner, Roman Jung
Zuschauer: 2889

Aufstellung:
Hegmann (Cerveny)
Mühlbauer-Linsenmaier-O‘Donnell / Kühnhauser-Heider
McCallum-Kretschmann-Ilestedt / Weyrauch-De Los Rios
Billich-Ewanyk-Schwamberger / Schindler, Trinkberger
Majher-Kiefersauer-Bechtold / Hempel