Der EHC Freiburg unterliegt in seinem vorletzten Hauptrundenspiel der Düsseldorfer EG mit 4:6, sichert sich aufgrund von Niederlagen seiner Verfolger jedoch den 11. Platz und ein Playdown-Duell mit dem letztplatzierten ESV Kaufbeuren
Ein Hattrick von Lynden McCallum sorgte zwischenzeitlich dafür, dass die Wölfe in der 35. Minute ihr Duell gegen einen ansonsten spielerisch überlegenen Gegner zum 3:3 ausglichen. Ein weiterer Gegentreffer kurz vor Ende des zweiten Drittels und zwei zur Mitte des Schlussabschnitts besiegelten dann jedoch eine Niederlage für Blau-Weiß-Rot.
Der EHC sah sich in diesem 51. Saisonspiel einem offensiv starken Gegner gegenüber, gegen den er schon früh dauerhaft unter Druck gesetzt wurde, was Kevin Maginot alsbald mit einem cleveren Rückpass auf Sten Fischer auszunutzen wusste, der auf diese Weise an den fünf tief stehenden Feldspielern der Wölfe und Patrik Cerveny vorbei trocken zum 0:1 traf (6.). Auf andere Weise, weniger abwartend, stattdessen dynamisch, gelang es den Gästen bereits 34 Sekunden später, schnell ins Wölfe-Drittel vorzudringen und in Person von Nick Baptiste nach einem uneigennützigen Pass aus vermeintlich günstiger Schussposition von Erik Bradford ihren Vorsprung zu verdoppeln (0:2, 7.).
Nachdem Juraj Faith direkt nach diesem Treffer eine Auszeit genommen hatte, fand der EHC systematischer in sein Offensivspiel und präsentierte sich mit gleich drei unterschiedlichen Sturmreihen torgefährlich im gegnerischen Drittel – zunächst in doppelter Form von Lukas Mühlbauer (8.), dann durch Fabian Ilestedt, der jedoch auf für ihn so untypische Weise bei seinem Alleingang die Scheibe vertändelte (10.) und schließlich auch in Person von Tomas Schwamberger und seinem kämpferischen Alleingang (11.).
Zu zählbarem Erfolg kam Blau-Weiß-Rot dann nach einer Strafe gegen die DEG, die sich durch Konterangriffe auch während dieser starken Phase des EHC fortwährend gefährlich gezeigt hatte, nun aber auf diese Weise das Momentum hergab. Der erfolgreiche Ausgang des Powerplays der Wölfe glich dabei ihrem einzigen Treffer in der Heimniederlage fünf Tage zuvor – nur diesmal quasi spiegelverkehrt, vor der Nordkurve: Erneut gelang es nämlich Lynden McCallum (der nach seiner Spieldauerdisziplinarstrafe am Sonntag nicht weiter bestraft worden war) mit einem trockenen One-Timer seine Farben auf die Anzeigetafel zu bringen (13.), was beide Teams schließlich nach sich überschneidenden Powerplays und einem guten Drittelausklang der Wölfe mit dem Spielstand von 1:2 ein erstes Mal in die Kabinen zurückgehen sah.
Der DEG sollte es im zweiten Drittel jedoch gelingen, sich gleich zu Beginn aber auch als Antwort auf zwei weitere Tore von McCallum, mit denen er seinen Hattrick komplettierte, nicht nur dynamisch, sondern weiterhin torgefährlich zu zeigen. So dauerte es in diesem Spielabschnitt lediglich knapp drei Minuten bis Marco Münzenberger nach einem Querpass von Daniel Assavolyuk auf 1:3 erhöhte (23.). Den Wölfen wurde in dieser Spielphase zwar immer wieder der Gang über die blaue Linie erschwert – als sie sich in der 27. Minute aber in der gegnerischen Zone etabliert sahen, zog Shawn O’Donnell bei seiner Rebound-Chance eine Strafe gegen Max Faber, deren Nutznießer erneut McCallum, diesmal per Schlenzer, war (2:3, 29.).
Ähnlich clever zeigten sich die Wölfe dann in einer Druckphase der DEG – in dieser verstand es McCallum nämlich, einen Fehlpass des Gegners in einen Konter umzumünzen, den er zum Ausgleich abschloss (3:3, 35.). Doch wie so oft in diesem vorletzten Spiel der Hauptrunde konnten sich die Gäste auf ihr dynamisches Offensivspiel verlassen und holten sich in einer weiteren Druckphase noch vor der zweiten Pausensirene ihre Führung zurück. Max Faber fand dabei Nick Baptiste, der bei seinem Schlenzer an Freund und Feind vorbei durch die Arbeit seiner Reihenkollegen unterstützt wurde, die durch ihre doppelte Präsenz im Freiburger Slot Patrik Cerveny jegliche Chance nahmen, diesen Treffer zum 3:4 zu vereiteln (39.).
Zum Knackpunkt des Spiels wurden dann die ersten Minuten des Schlussabschnitts – in diesem kam das starke Powerplay der Wölfe zu seinem vierten Einsatz an diesem Abend und zeigte sich über die kompletten zwei Minuten kompakt und torgefährlich; doch die vielversprechende Formation von Mühlbauer und O’Donnell im Slot vor der Nordkurve sowie Fabian Ilestedt auf dem Flügel konnte diese vermeintlich letzte Chance auf den Ausgleich nicht nutzen. Stattdessen gelang es Düsseldorf nach einer einige Minuten andauernden Phase des gegenseitigen Abtastens, sich endgültig auf die Siegerstraße zu spielen: Luca Tosto konnte dabei einen Schlagschuss von Max Balinson an Patrik Cerveny vorbei abfälschen (3:5, 49.).
Der letzte Funken Hoffnung für Blau-Weiß-Rot erlosch daraufhin, als Alexander De Los Rios bei seinem Vorstoß in den gegnerischen Slot den Rückstand nicht halbieren konnte und Düsseldorf keine fünf Minuten später zum 3:6 erhöhte (54.). Der abschließende Treffer von Lukas Mühlbauer (4:6, 57.) hatte daraufhin nur statistischen Wert, wenn auch Juraj Faith nichts unversucht ließ und seine Mannen von da an bei leerem Tor zu sechst aufs Eis schickte.
Die weiterhin ohne Nikolas Linsenmaier auflaufenden Wölfe, die heute das Debüt von Spencer Berry erlebten, der mit David Trinkberger ein Verteidigerpaar bildete, mussten sich somit einem Gegner geschlagen geben, dem es auch in scheinbar spielerisch ausgeglichenen Phasen immer wieder gelang, das effizientere Spiel auf das Eis der Echte-Helden-Arena zu legen, was dem EHC nun seine zweite Niederlage in Folge einfuhr.
Aufgrund von Niederlagen des EC Bad Nauheim und der Blue Devils Weiden sichert sich der EHC jedoch schon vor dem letzten Spiel – am Sonntag, 8.3. zuhause gegen Crimmitschau – den 11. Platz und wird nun ab Freitag, 13.3. in den Playdowns gegen den letztplatzierten ESV Kaufbeuren antreten (der sich parallel zum Wölfe-Spiel allerdings erst in der Verlängerung gegen Crimmitschau geschlagen geben musste). Dennoch steht für die Wölfe bei ihrer letzten Partie der Hauptrunde einiges auf dem Spiel: Der Vorsprung auf Kaufbeuren beträgt nun nämlich 18 Punkte – sollte er sich mit einem Sieg der Wölfe und einer Kaufbeurer Niederlage am Sonntag auf 21 Punkte erhöhen, wird der EHC in der Playdown-Serie gemäß DEL2-Modus nur zwei Siege zum Klassenerhalt benötigen; tritt dieses Szenario nicht ein, braucht Blau-Weiß-Rot drei Siege (Kaufbeuren hingegen wird stets viermal gewinnen müssen).
Tore:
0:1 (05:47) Fischer (Maginot, Niederberger)
0:2 (06:21) Baptiste (Bradford, Brown)
1:2 (12:46) McCallum (Ventelä, O’Donnell) – PP1
1:3 (22:52) Münzenberger (Assavolyuk, Orendorz)
2:3 (28:24) McCallum (Ventelä, O’Donnell) – PP1
3:3 (34:38) McCallum (Schlenker, De Los Rios)
3:4 (38:45) Baptiste (Faber, Hammond)
3:5 (48:49) Tosto (Balinson, Linden)
3:6 (53:52) Niederberger (Clarke)
4:6 (56:29) Mühlbauer (O’Donnell, Kühnhauser)
Schüsse: Freiburg 26 (7/11/8), Düsseldorf 35 (16/11/8)
Strafminuten: Freiburg 2, Düsseldorf 8
Überzahleffizienz: Freiburg 2-4, Düsseldorf 0-1
Schiedsrichter: Moosberger, Singer / Hintermeier, van der Heyd
Zuschauer: 3296
Aufstellung:
Cerveny (Hegmann)
Mühlbauer-Weyrauch-O‘Donnell / Ventelä-Kühnhauser
Ilestedt-Kretschmann-McCallum / De Los Rios-Schlenker
Schwamberger-Ewanyk-Billich / Trinkberger-Berry
Majher-Kiefersauer-Bechtold / Hempel






















