Knapp 200 Kilometer liegen vor den Wölfen mit Blick auf das Auswärtsspiel in der Ravensburger CHG Arena. Dort warten die Towerstars auf das Team von Cheftrainer Johannes Nygard.
Sechs Punkte stehen beim EHC Freiburg nach den ersten sechs Spieltagen der neuen DEL2-Saison auf der Habenseite. Nach vier Niederlagen in Folge konnten die Wölfe am vergangenen Wochenende endlich wieder jubeln. Gegen den EV Landshut musste man sich am Freitag zwar noch knapp mit 2:3 geschlagen geben, am Sonntag folgte dann jedoch der erste Auswärtssieg der Saison. Bei den Eisbären Regensburg entwickelte sich eine enge und umkämpfte Partie, in der sich die Freiburger nach zweimaligem Rückstand zurückkämpften. Christian Billich sorgte in der Schlussphase für den 2:2-Ausgleich, ehe Lynden McCallum in der Verlängerung mit seinem zweiten Treffer des Abends den 3:2-Sieg und damit zwei wichtige Punkte für die Wölfe sicherte. Mit insgesamt sechs Punkten rangiert der EHC Freiburg aktuell auf dem zwölften Tabellenplatz.
Bei unseren Gastgebern aus Ravensburg läuft die Saison bislang erfolgreich. Die Towerstars sammelten aus den ersten sechs Spielen zehn Punkte und stehen damit derzeit auf dem fünften Tabellenplatz. Nach Niederlagen gegen die Düsseldorfer EG und in Dresden fanden die Ravensburger zuletzt zurück in die Erfolgsspur. Dem 4:2-Heimsieg gegen die Lausitzer Füchse folgte am vergangenen Sonntag ein spektakuläres Derby bei den Memmingen Indians.
Direkter Vergleich: Ravensburg mit klarer Bilanz
In der vergangenen Saison trafen die beiden Teams insgesamt viermal aufeinander. Dabei behielten die Ravensburg Towerstars in allen vier Duellen die Oberhand. Zum Auftakt mussten sich unsere Wölfe in Ravensburg mit 3:6 geschlagen geben. Auch im Rückspiel in der Echte Helden Arena hatten die Towerstars das bessere Ende für sich und setzten sich mit 5:1 durch. Im dritten Aufeinandertreffen folgte erneut eine deutliche Niederlage: Auswärts unterlagen die Wölfe mit 2:6. Das letzte Duell der Hauptrunde fand schließlich Anfang März in Freiburg statt. Lange blieb die Partie offen, ehe die Towerstars in der Schlussphase mit zwei Treffern die Weichen auf Sieg stellten und sich am Ende mit 3:1 durchsetzten. Vier Spiele, vier Niederlagen – diese Bilanz wollen die Wölfe am Freitag in Ravensburg unbedingt aufbessern.
Zahlen und Wissenswertes:
- Die Ravensburg Towerstars verfügen mit einer Powerplayquote von 36,8 % über die beste Überzahl der gesamten DEL2. Die Wölfe bilden hier mit 11,1 % das Schlusslicht der Liga.
- Mark Rassell gehört mit bislang neun Scorerpunkten zu den erfolgreichsten Spielern der Liga und belegt aktuell den dritten Rang der Topscorerliste.
- Beide Mannschaften konnten ihr jeweils letztes Spiel in der Verlängerung für sich entscheiden.
- Die Wölfe stellen mit bislang 17 Gegentoren die sechstbeste Defensive der DEL2.
Spieler im Fokus und Personalsituation:
Bei den Wölfen steht an diesem Wochenende Lynden McCallum besonders im Fokus. Der Kanadier hatte beim vergangenen Auswärtsspiel in Regensburg maßgeblichen Anteil am Freiburger Erfolg und erzielte beim 3:2-Sieg nach Verlängerung gleich beide Treffer für den EHC. Nachdem McCallum bereits in der letzten Saison mit zehn Toren und insgesamt 16 Scorerpunkten in 14 Hauptrundenspielen auf sich aufmerksam gemacht hatte, ist der 26-Jährige auch in der neuen Saison wieder eine wichtige offensive Säule im Wolfsrudel. Personell müssen die Wölfe weiterhin auf Christian Schneider und Fabian Ilestedt verzichten. Während Schneider nach wie vor verletzungsbedingt nicht zur Verfügung steht, gibt es bei Ilestedt positive Nachrichten: Der schwedische Stürmer ist in dieser Woche wieder in das Mannschaftstraining eingestiegen und macht damit einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu seinem Comeback. Für einen Einsatz in Ravensburg kommt der Angreifer jedoch noch nicht infrage.
Bei den Ravensburg Towerstars hat sich in den ersten Saisonwochen insbesondere Mark Rassell in den Vordergrund gespielt. Der Kanadier führt mit aktuell neun Scorerpunkten die interne Scorerliste der Towerstars an und erzielte beim jüngsten 6:5-Erfolg nach Verlängerung in Memmingen gleich drei Punkte. Mit vier Toren und fünf Vorlagen ist Rassell damit eine der wichtigsten Offensivwaffen der Gastgeber. Personell müssen die Ravensburger weiterhin auf Verteidiger Florin Ketterer verzichten. Der 33-Jährige fehlte bereits bei den vergangenen Partien verletzungsbedingt und steht auch gegen die Wölfe voraussichtlich nicht zur Verfügung.
Foto: Melanie Feldmeier


























