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31. Oktober 2026

U 15 – Intensives Ferien-Derby: Freiburger Einsatzwille prallt an eiskalter Schwenninger Effizienz ab

Mittwoch, 17:30 Uhr – eine ungewöhnliche Bullyzeit für ein Schwarzwald-Derby. Doch dank der baden-württembergischen Herbstferien füllte sich die Echte Helden Arena beachtlich. Zahlreiche mitgereiste Eltern aus Schwenningen sorgten für eine knisternde Atmosphäre auf den Rängen, die eines echten Derbys absolut würdig war. Auf dem Eis sahen die Zuschauer ein temporeiches, wildes Duell, das die Wölfe beim 2:8 (0:4, 1:3, 1:1) zwar punktlos, aber keineswegs kampflos beendeten. Das reine Endergebnis spiegelt dabei den wahren Spielverlauf und das Chancenverhältnis nur bedingt wider.

Offenes Visier und brutale Lektionen

Die Freiburger kamen mit enormem Vorwärtsdrang aus der Kabine. Man spürte förmlich, dass sie dem ewigen Rivalen vor dessen lautstarkem Anhang sofort den Schneid abkaufen wollten. Die Schlittschuhe liefen heiß, das Forechecking war aggressiv. Doch die mutige, oft etwas zu wilde Ausrichtung rächte sich früh. Schwenningen agierte im eigenen Drittel extrem abgeklärt und nutzte die Räume für blitzschnelle Umschaltmomente. V. Shupchik (01:25) und L. Hauf (12:40) stellten früh die Weichen auf Auswärtssieg.

Wenn man an die unzähligen Derbyschlachten in der alten Franz-Siegel-Halle denkt, war es oft genau diese Kaltschnäuzigkeit der Gäste, die den Unterschied machte. Wer zu ungestüm anrennt, läuft den Wild Wings unweigerlich ins offene Messer – eine schmerzhafte Lektion, die viele Freiburger Generationen lernen mussten. Das erlebten auch die jungen Wölfe an diesem Mittwochnachmittag, als Shupchik (14:25) und A. Srnka (15:54) noch vor der ersten Pause auf 0:4 erhöhten. Der frühe Torwartwechsel von Mathias Ritt zu Rafael Bausch (15:54) war dabei keineswegs Kritik am glücklosen Keeper, sondern ein dringend nötiger Weckruf für die Defensivabteilung.

Charaktertest im Mittelabschnitt

Dass diese Mannschaft jedoch über eine intakte Moral verfügt, zeigte das zweite Drittel. Angetrieben vom Willen, sich vor heimischem Publikum und den vielen Gästefans nicht abschießen zu lassen, erzwangen die Freiburger das Momentum. Der Lohn der harten läuferischen Arbeit: Mika Danner fand die Lücke und traf nach Zuspiel von Emil Kammerer zum 1:4 (29:01). Plötzlich war die Spannung zurück auf dem Eis. Doch die Schwenninger Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Statt ins Wanken zu geraten, zogen die Gäste ihre defensive Box wieder eng und bestraften die nächsten Freiburger Fehler im Spielaufbau gnadenlos. L. Streicher (32:23), abermals Hauf (34:57) und

Shupchik (36:03) konterten die drängenden Hausherren lehrbuchmäßig aus und stellten auf 1:7.

Kämpferischer Schlussakkord

Im letzten Drittel ließen die Wölfe die Köpfe nicht hängen und ackerten unermüdlich weiter. Jeder Check wurde zu Ende gefahren, kein Puck freiwillig hergegeben. Nach Srnkas Treffer zum 1:8 (41:20) belohnten sich die Freiburger kurz vor Schluss noch einmal für ihren Aufwand: Roman Fischer markierte den 2:8-Endstand (55:06).

Die Herbstferien-Lektion gegen extrem effiziente Schwenninger war zweifellos hart. Doch die Leidenschaft, das durchgehend hohe Tempo und der unermüdliche Einsatz gegen einen taktisch sehr reifen Gegner machen absolut Mut für die kommenden Aufgaben. Auf diesem Herzblut lässt sich aufbauen.

EHC Freiburg – Schwenninger ERC 2:8 (0:4, 1:3, 1:1)

(Tore/Vorlagen): Für den EHC Freiburg im Einsatz: Rafael Bausch, Mathias Ritt (Tor), Ben Troxler (-/-), Gerald Schwugier (-/-), Alexander Rigling (-/-), Dominik Frieden (-/-), Mika Danner (1/1), Ben Schröder (-/-), Wladislav Flat (-/-), Roman Fischer (1/-), Lukas Rutz (-/-), Emanuel Brixa (-/-), Jannik Bräuner (-/-), Johnny Brender (-/-), Gabriel Laschet (-/-), David Alten (-/-), Max Aibassov (-/-), Emil Kammerer (-/1), Artjom Schneider (-/-), Elija Danner (-/-)

Text: Troxler / Bild: Fischer