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2. November 2026

Auswärtssieg besiegelt Sechs-Punkte-Wochenende

Der EHC Freiburg gewinnt mit 6:3 beim EC Bad Nauheim und fährt somit erstmals in dieser Saison zwei Siege an einem Wochenende ein.

Über weite Strecken legten die Wölfe zum Auftakt des zweiten Saisonviertels ein in allen Facetten souveränes Spiel auf das Eis des Colonel-Knight-Stadions. Jeweils ein Treffer zu Beginn der ersten beiden Drittel, ein kompaktes Auftreten in der Defensive und ein schnörkelloser Spielaufbau ließen die Mannen von Johannes Nygård nahezu über die kompletten 60 Minuten hinweg mit einer Führung agieren – die sie jedoch durch einen punktuellen Aufbaufehler zur Mitte der Partie hin und zwei Gegentreffer in Unterzahl im Schlussabschnitt beinahe davonschlittern sahen. Doch auch wenn es nur eine 4:3-Führung war, die das Rudel in die finale Spielphase nahm, besiegelten zwei weitere Treffer letztlich doch den insgesamt verdienten Auswärtssieg beim Tabellenletzten in Bad Nauheim.

Freiburgs erste beiden Treffer erzielte Parker Bowles binnen dreieinhalb Minuten in der frühen Spielphase. Während der Kanadier bei seinem zweiten Tor per Alleingang seine spielerische Klasse unter Beweis stellte (0:2, 5.), so erwies sich bereits das 0:1 rückblickend als wegweisend für die gesamte Begegnung – nämlich zum einen, weil es dem EHC bereits nach 38 Sekunden die Führung einbrachte und zum anderen weil es aus einem Scheibengewinn von Blau-Weiß-Rot hervorgegangen war (0:1, 1.). In dieser Manier präsentierte sich das Rudel auch in den Folgeminuten, was nach weiteren Chancen Nauheims Coach Kevin Gaudet dazu veranlasste, bereits in der 8. Spielminute die eine ihm zur Verfügung stehende Auszeit zu nehmen.

Die Gastgeber wurden dem EHC im ersten Drittel höchstens im Ansatz gefährlich, vermochten es jedoch selten, ihre Angriffe auf das von Olafr Schmidt gehütete Wölfe-Tor zu einem gezielten Abschluss zu bringen. Auch die ersten beiden Powerplays der roten Teufel – jeweils eins in den ersten beiden Dritteln (9./25.) – ließen die Gastgeber nicht an einem möglichen Anschlusstreffer kratzen.

Stattdessen erhöhten die Wölfe nach einem weiteren Blitzstart in ein Drittel nach 97 Sekunden im Mittelabschnitt ihre Führung auf 3:0 – und erneut zeigte sich dabei die spielerische Klasse der Freiburger Kontingentspieler, indem Lynden McCallum auf engem Raum per Saucer-Pass Fabian Ilestedt in Szene setzte (0:3, 22.).

Der EHC zeigte sich defensiv und im Spielaufbau in schnörkelloser Manier, sah sich dann aber einigen Schreckmomenten gegenüber, als der Weg in und durch die neutrale Zone plötzlich mit einem Scheibenverlust endete, den Marco Pfleger – der von den Selber Wölfen nach Bad Nauheim gekommen war – zum Anschlusstreffer verwertete (1:3, 31.) und kurz danach Marc El-Sayed vor Olafr Schmidt freistehend nur deshalb nicht zu einem Abschluss kam, weil er ins Straucheln geriet.

Nach dieser Sequenz fand der EHC jedoch wieder zu seinem Spiel zurück und stellte in einer weiteren drückenden Offensivphase die Drei-Tore-Führung wieder her, indem Lukas Mühlbauer mit Geduld und Übersicht zum 4:1 für Blau-Weiß-Rot einnetzte (37.).

Im letzten Drittel schraubte Johannes Nygård das Forechecking seiner Mannen etwas zurück – lediglich ein Wölfe-Akteur im Nauheimer Drittel forcierte bei einer dicht besetzten neutralen Zone die Teufel des öfteren dazu, die Scheibe per Dump-and-chase in Richtung Freiburger Drittel zu befördern. Doch gerade als die Wölfe die Partie in dieser Manier im Griff zu haben schienen, ereignete sich die äußerst kuriose Situation, dass Lynden McCallum innerhalb einer Spielsequenz gleich zwei Strafen zugesprochen wurden. Folglich sah sich der EHC einer vierminütigen Vier-gegen-fünf-Unterzahl gegenüber, innerhalb derer der EC Bad Nauheim ein alptraumartiges Szenario für die Wölfe kreierte und tatsächlich zwei Treffer erzielte, die einen vermeintlich sichergeglaubten Auswärtserfolg der Wölfe auf eine Ein-Tor-Führung reduzierten (2:4, 45.; 3:4, 47.). Und schließlich lag es dann auch noch an Olafr Schmidt, diese zu bewahren, als er eine Großchance von Cedric Schiemenz vereitelte und damit die für die Wölfe zu diesem Zeitpunkt ersehnte Unterbrechung zum Powerbreak hervorrief (49.).

Das finale Aufbegehren der Teufel beantworte Blau-Weiß-Rot dann jedoch seinerseits mit einem Treffer, indem Cole Gallant der Tip-in das 5:3 aus Wölfe-Sicht erzielte (58.) und Chris Billich auf das nun leere Tor der Gastgeber den Endstand von 6:3 besiegelte (60.).

Mit diesem Sechs-Punkte-Wochenende im Gepäck begibt sich der EHC nun in die Deutschland-Cup-Pause und steht zum nächsten Mal am Freitag, 13. November bei den Kassel Huskies auf dem Eis.

Tore:
0:1 (00:38) Bowles (Gnyp)
0:2 (04:01) Bowles (Gallant)
0:3 (21:37) Ilestedt (McCallum, Schmidt)
1:3 (30:17) Pfleger (Schiemenz, Harper)
1:4 (36:16) Mühlbauer (Gnyp, Plouffe)
2:4 (44:15) Volek (Preto, Marcinew) – PP1
3:4 (46:13) Keussen (Harper) – PP1
3:5 (57:23) Gallant (Gnyp, Sezemsky)
3:6 (59:37) Billich (Kiefersauer, Mühlbauer) – EN

Schüsse: Bad Nauheim 25 (9/7/9), Freiburg 23 (6/8/9)
Strafminuten: Bad Nauheim 2, Freiburg 8
Überzahleffizienz: Bad Nauheim 2-4, Freiburg 0-1
Schiedsrichter: Klein, Wölzmüller / Borger, Kontny
Zuschauer: 2119

Aufstellung:
Schmidt (Goss)
McCallum-Linsenmaier-Ilestedt / Plouffe-De Los Rios
Döpfner-Gallant-Bowles / Wirth-Kühnhauser
Billich-Steihauser-Mühlbauer / Sezemsky-Gnyp
Bechtold-Kiefersauer-Ludwig / Khaidarov

Foto: A. Chuc