Der EHC drehte am Freitagabend einen 0-3 Rückstand gegen die Blue Devils Weiden in einen 3-4 Overtime-Sieg und beendete damit seine Durststrecke von sieben Spielen ohne Auswärtssieg.
Mit deutlich verändertem Line-up traten die Wölfe am Freitagabend in der Oberpfalz an. Chris Billich gab nach langer Verletzungspause sein Comeback, dafür fiel weiterhin Sameli Ventelä erkrankt aus, auch Maxi Leitner stand noch nicht wieder zur Verfügung, steuert aber auf ein baldiges Saisondebüt zu. Ebenfalls nicht zur Verfügung stand der angeschlagene Shawn O’Donnell.
In Abschnitt eins bekamen die gut zwei Dutzend EHC-Fans in Weiden ein seit ein paar Wochen alt bekanntes Bild zu sehen: Eine gute EHC-Mannschaft bekommt die Scheibe nicht am gegnerischen Goalie vorbei und kassiert stattdessen zumindest einen Gegentreffer.
Dieser fiel kurz vor Ende des ersten Drittels: Bullygewinn, Torschuss, Rebound eins, Rebound zwei. Hinzu kam, dass die Hausherren, anders als die Wölfe bisher, in der Entstehung auch Puckglück hatten. Denn die Scheibe kam auf glückliche Art und Weise auf Paul Vinzens‘ Schläger, der problemlos ins leere Tor vollenden konnte (19.).
Nach einem ziemlich ausgeglichenen Spielverlauf vor dem Powerbreak waren die Wölfe in der zweiten Hälfte des ersten Drittels die klar spielbestimmende Mannschaft, mussten aber defensiv immer auf der Hut sein, da die läuferisch starken Blue Devils immer wieder mit schnellen Gegenstössen einerseits für Entlastung, andererseits für Gefahr für das von Fabian Hegmann gut gehütete Tor sorgten.
Dennoch folgten längere EHC-Druckphasen schnell hintereinander und über mehrere Minuten. Speziell die Ilestedt-Reihe tat sich hierbei hervor mit Lynden McCallum als gefährlichstem Angreifer. Der EHC-Neuzugang zwang Michael McNiven zu einigen schwierigen Saves. Dieser avancierte damit zum besten Weidener der ersten zwanzig Minuten.
Ein flottes, phasenweise wildes, aber zunächst ausgeglichenes Spielgeschehen, bekamen die 2211 Zuschauer im Mittelabschnitt zu sehen. Aber wieder waren es nur die Hausherren, die Zählbares zu Stande brachten und einen zwischenzeitlichen 3-0 Vorsprung herausgeschossen hatten, Tyler Ward traf doppelt. Beim 2-0 (26.) hielt er geschickt seinen Schläger in einen Distanzschuss, fälschte die Scheibe so unhaltbar für Fabian Hegmann ab. Treffer Nummer drei (31.) entstand aus einem unnötigen Scheibenverlust der Wölfe im Angriffsdrittel. Ward schnappte sich die Scheibe, zog auf und davon und traf aus spitzem Winkel mit der Rückhand.
Ein Freiburger Doppelschlag innerhalb von weniger als einer Minute war das Resultat einer Freiburger Überlegenheit, die sich in der zweiten Drittelhälfte entwickelt hatte. In der 35. Spielminute stand Fabian Ilestedt goldrichtig und fälschte einen Distanzschuss nach offensivem Puckgewinn unhaltbar ab.
Kurz darauf bestrafte Tomas Schwamberger eine Weidener Unachtsamkeit. Die Blue Devils hatten das Bully im Freiburger Angriffsdrittel bereits gewonnen, ließen sich dann aber vom pfeilschnellen Wölfe-Angreifer überlisten. Sein unwiderstehlicher Konter setzte er McNiven trocken und unhaltbar durch die Beine (37.).
Drittel drei zeigte sich wie Drittel zwei: flott, wild und großteils ausgeglichen. Und nachdem das Puckglück nicht nur bei zwei Metalltreffern nicht auf Freiburger Seite war, gelang der Ausgleich nun mit sehr viel Puckglück. Zwei Weidener fälschten eine harmlose Scheibe jeweils ab, die Scheibe trudelte durch McNivens Beine (47.), der Treffer wurde Lukas Mühlbauer gutgeschrieben.
In Summe war der Ausgleich mindestens verdient, allerdings gehörten die letzten fünf Minuten wieder den Hausherren. Zwei Großchancen – Samanski traf in der 55. nur den Pfosten – hätten die Hausherren um ein Haar und voraussichtlich entscheidend wieder in Führung gebracht. Jedoch hielt Fabian Hegmann und das Freiburger Defensivkollektiv dicht.
Die Overtime begann, wie das dritte Drittel geändert hatted: Weiden hatte mehr Scheibenbesitz und verbuchte ein Chancenplus. Die Entscheidung gelang aber dem EHC. Lynden McCallum verbuchte mit einem punktgenauen Pass auf Lukas Mühlbauers Schläger seinen ersten Scorerpunkt im Wölfetrikot. Mühlbauer schloss das zwei-auf-eins trocken ab und ließ McNiven mit einem One-Timer und seinem zweiten Treffer des Abends keine Abwehrchance.
Tore:
1:0 (18:57) Vinzens (Schiemenz)
2:0 (25:08) Ward (Muck)
3:0 (30:47) Ward (Muck)
3:1 (34:11) Ilestedt (Hempel)
3:2 (35:04) Schwamberger (Billich)
3:3 (46:18) Mühlbauer (Ewanyk)
3:4 (63:14) Mühlbauer (McCallum) – OT
Schüsse: Weiden 35 (15/11/6/2), Freiburg 28 (12/11/12/1)
Strafminuten: Weiden 6, Freiburg 6
Überzahleffizienz: Weiden 0-2, Freiburg 0-2
Schiedsrichter: Bastian Steingroß, Achim Moosberger / Marcus Höfer, Sören Kriebel
Zuschauer:
Aufstellung:
Hegmann (Goss)
Elo-Linsenmaier-Mühlbauer / Hempel-Kühnhauser
Ilestedt-Kretschmann-McCallum / Schlenker-De Los Rios
Billich-Ewanyk-Schwamberger / Heider-Trinkberger
Bechtold-Majher / Schindler
𝘍𝘰𝘵𝘰: 𝘞. 𝘔𝘰𝘭𝘭𝘦𝘳























