6. Februar 2026

Ein wilder dritter Sieg in Folge!

Dank drei Powerplay-Treffern und einem Hattrick von Eero Elo hat der EHC Freiburg sein Auswärtsspiel bei den Bietigheim Steelers mit 6:5 gewonnen.

Nachdem die Wölfe eine frühe Drei-Tore-Führung noch im ersten Drittel verspielt hatten, gelang ihnen dank einer perfekten Powerplay-Ausbeute ein turbulenter Auswärtserfolg im Ellental, bei dem sie zwar ab der 18. Minute durchgehend führten, aber dennoch den Gegner immer wieder den Spielstand verkürzen sahen.

Der EHC erspielte sich in allen drei Dritteln eine Zwei-Tore-Führung (1:3, 14.; 3:5, 23.; 4:6, 51.), auf die der Gegner jedoch immer noch im gleichen Spielabschnitt eine Antwort fand und dabei im ersten sogar zum Ausgleich kam (3:3, 16.; 4:5, 39.; 5:6, 55.).

Nachdem sich Blau-Weiß-Rot bei seinem Heimerfolg am vergangenen Sonntag bereits nach knapp zehn Minuten eine Zwei-Tore-Führung erspielt hatte, erzielte man nun im Baden-Württemberg-Derby in der gleichen Zeit gar drei Treffer. Christian Kretschmann eröffnete dabei den Torreigen im Ellental mit einem Treffer, der nahelegen sollte, dass sich die Wölfe und die Steelers an diesem Freitagabend eine etwas ungewöhnliche Partie liefern würden – so landete der von Olafr Schmidt gehaltene Schuss auf der Schulter des Steelers-Goalies und fand nur auf diese Weise den Weg in die Maschen (0:1, 5.). Die weiteren Freiburger Tore ergaben sich nach einem Bietigheimer Aufbaufehler, den Chris Billich eiskalt auszunutzen wusste (0:2, 9.) und durch den ersten von drei Überzahltreffern, der durch einen No-Look-Rückhand Pass dem Torraum entlang von Lynden McCallum auf Fabian Ilestedt enstand (0:3, 10.).

Ein ähnlicher Querpass sollte dreieinhalb Minuten später jedoch auch den Steelers in deren erstem Powerplay gelingen (1:3, 14.), was jedoch ihr einziger Überzahltreffer in vier Versuchen bleiben sollte. Die weiteren Bietigheimer Treffer in diesem wilden ersten Spielabschnitt waren dann auf den Torriecher von Sören Sturm, bei dessen Rebound (2:3, 15.) und einem Freiburger Scheibenverlust in der neutralen Zone zurückzuführen (3:3, 16.).

Eero Elo etablierte mit einem trockenen Schlenzer im zweiten Freiburger Powerplay dann jedoch den Trend, dass zu allen drei Schlusssirenen der EHC mit einer Ein-Tor-Führung vom Eis gehen würde (3:4, 18.).

Das zweite Drittel sah einen zweikampfstarken EHC, der die Chancenausbeute eines spielerisch besseren Gegners trotz zweier Unterzahlspiele, die er überdauern musste (27./34.), minimierte. Stattdessen hatte Blau-Weiß-Rot zwischenzeitlich sogar seine Führung ausgebaut, indem Elo nach einem weiteren Aufbaufehler des Gegners in gewohnter Manier per Schlenzer vom rechten Flügel einnetzte (3:5, 23.).

Auch Nikolas Linsenmaier (26.) und Christian Kretschmann (31.) hatten durch ihr punktuelles Auftauchen im Bietigheimer Slot weitere Gelegenheiten, die dem EHC beinahe eine zweite Drei-Tore-Führung eingefahren hätte. Stattdessen passierte jedoch das, was über das gesamte zweite Drittel hindurch unumgänglich wirkte – nämlich das nun doch Bietigheim an der Reihe war, sich weiter auf die Anzeigetafel zu spielen. Genau eine Minute vor der zweiten Pausensirene gelang es den Ellentälern nämlich, in einer Druckphase die Wölfe so tief in den Slot zu drängen, dass Brett Kemp (der beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams an Ort und Stelle einen Doppelpack bei der 1:4-Niederlage der Wölfe erzielt hatte) an Freund und Feind vorbei auf 5:4 aus Wölfe-Sicht verkürzte (39.).

Wegweisend und letztlich vorentscheidend für den Spielausgang waren dann zwei Powerplays in der ersten Hälfte des Schlussabschnitts. Freiburg ließ eine solche Bietigheimer Überzahl bereits nach drei Spielsekunden zu – doch Fabian Hegmann verhinderte dabei eine vermeintliche Wiederholung des ersten Bietigheimer Treffers, indem er nun eine Chance nach einem Querpass an seinem Torraum entlang per Spagat-Save in Richtung langen Pfosten vereitelte. Und auf der anderen Seite des Eises brachte Eero Elo – ebenfalls bei nummerischer Überzahl seiner Farben – die Wölfe endgültig auf die Siegerstraße, indem er zwar an gewohnter Position (dem rechten Flügel), allerdings auf untypische Art und Weise (mit einer Einzelaktion in einem Powerplay), den letztlich spielentscheidenden Schlenzer setzte (4:6, 51.).

An dem sich nun anbahnenden Erfolg für Blau-Weiß-Rot vermochten auch eine Rebound-Chance von Cole Fonstad (54.) und der fünfte Steeler-Torschütze Mike Fischer per One-Timer (5:6, 55.) trotz eines finalen Aufbegehrens der Gastgeber nichts mehr zu ändern.

So setzte die eingespielte, weil gegenüber dem letzten Wochenende nahezu unveränderte, Formation von Juraj Faith ihre Siegesserie fort und konnte nun acht der letzten neun möglichen Tabellenpunkte einfahren. Dieser Sieg setzt die Wölfe nun auf den 12. Tabellenplatz, von dem aus sie fünf Punkte vom vorzeitigen Klassenerhalt trennen. Den nächsten Schritt in diese Richtung möchte der EHC nun am Sonntag, 8.2. machen, wenn der letztplatzierte ESV Kaufbeuren in der Echte-Helden-Arena gastiert.

Tore:
0:1 (04:10) Kretschmann (Ilestedt, Heider)
0:2 (08:07) Billich (Kretschmann, Ilestedt)
0:3 (09:29) Ilestedt (Lisenmaier, McCallum) – PP1
1:3 (13:04) Dugan (Racuk, Fonstad) – PP1
2:3 (14:03) Sturm (Racuk, Kemp)
3:3 (15:45) Racuk (Kemp, Fischer)
3:4 (17:37) Elo (Linsenmaier) – PP1
3:5 (22:56) Elo (Linsenmaier)
4:5 (38:59) Kemp (Uplegger, Schüle)
4:6 (50:24) Elo (Linsenmaier, Billich) – PP1
5:6 (54:10) Fischer (Schüle, Kemp)

Schüsse: Bietigheim 37 (15/9/13), Freiburg 27 (12/12/3)
Strafminuten: Bietigheim 18, Freiburg 8
Überzahleffizienz: Bietigheim 1-4, Freiburg 3-4
Schiedsrichter: Voit, Wölzmüller / Borger, Kontny
Zuschauer: 3816

Aufstellung:
Hegmann (Cerveny)
Elo-Linsenmaier-Mühlbauer / Kühnhauser-Ventelä
Ilestedt-Kretschmann-McCallum / Schlenker-De Los Rios
Billich-Ewanyk-Schwamberger / Trinkberger-Heider
Bechtold-Majher / Schindler

𝘍𝘰𝘵𝘰: 𝘛𝘪𝘮𝘰 𝘙𝘢𝘪𝘴𝘦𝘳