10. Februar 2026

Keine Punkte in Ravensburg

Der EHC Freiburg hat sein Auswärtsspiel bei den Ravensburg Towerstars mit 2:6 verloren.

Drei Gegentore in Unterzahl, zwischen denen ein Doppelschlag zu Beginn des zweiten Drittels lag, sorgten dafür, dass die Wölfe nach einem zwischenzeitlichen Rückstand von 1:5 nach 35 Minuten punktlos ihre Rückfahrt in den Breisgau antreten mussten.

Während die Mannen von Juraj Faith an diesem Dienstagabend in ihren ersten drei Sturmreihen zum fünften Mal in Folge in exakt gleicher Besetzung aufliefen, boten sich den nach Oberschwaben mitgereisten EHC-Fans an anderen Stellen der Aufstellung einige Neuerungen: Zum einen sei dabei Milan Klein erwähnt, der den Wölfe-Nachwuchs durchlief und nach Unterzeichnung seines ersten Profivertrags dafür sorgte, dass Blau-Weiß-Rot in seinem 44. Saisonspiel mit vier kompletten Sturmreihen auflaufen konnte.

An die Seite des 19-jährigen gebürtigen Freiburgers gesellte sich kein geringerer als Christoph Kiefersauer, der schon von 2020 bis 2023 das Wölfe-Trikot trug und nun in den Breisgau zurückgekehrt ist. An diesem Abend sorgte jedoch sein Stockschlag dafür, dass sich der EHC in der 7. Spielminute bereits ein zweites Mal in Unterzahl begeben musste, was die Gastgeber alsbald auszunutzen wussten – denn in dieser Partie war ihnen nicht anzumerken, dass ihr Powerplay statistisch gesehen mit seiner Erfolgsquote von 13% vor dem Spiel das schwächste der Liga war. Die Wölfe bekamen vielmehr schmerzhaft zu spüren, dass diesem Zahlenwert schließlich auch die zusammengerechnet über 100 Scorerpunkte von Robbie Czarnik und Mark Rassell gegenüberstehen, deren Kombination von Beginn an für zahlreiche Überzahl-Chancen sorgte. Während eine solche zunächst noch von einem weiteren Rückkehrer – in diesem Fall nach Verletzungspause –, Niklas Hempel, per geblocktem Schuss entschärft wurde, sorgte Rassell schließlich dennoch für das 0:1 aus Wölfe-Sicht (8.).

Der EHC legte in den ersten beiden Dritteln seine Torchancen vermehrt lediglich punktuell aufs Eis und blickte binnen 32 Sekunden zu Beginn des zweiten Drittels aufgrund eines Doppelschlags urplötzlich einem 0:3-Rückstand entgegen – ein Umstand, der dafür sorgte, dass ein weiterer Rückkehrer am heutigen Abend vorzeitig die Bank aufsuchte: Nach zuletzt zwei Spielen als Back-up zurück im Wölfe-Dress stand an diesem Dienstagabend nämlich Patrik Cerveny wieder im Tor des EHC, gab diese Position nach diesem Rückschlag in der 22. Minute jedoch wieder an Fabian Hegmann ab.

Weitere Druckphasen der Towerstars wussten die Wölfe zwar einerseits mit einem Treffer nach Scheibengewinn im gegnerischen Drittel in der Kombination von Chris Billich auf Travis Ewanyk zu beantworten (3:1, 25.), kassierten aber nach einem weiteren Foul wegen Stockschlags – diesmal von Sameli Ventelä – den zweiten Gegentreffer in Unterzahl (4:1, 29.), dem Ravensburg im nunmehr vierten Überzahlspiel einen dritten solchen Treffer drauflegte (5:1, 35.).

Freiburg kam daraufhin im ersten seiner letztlich drei Überzahlspiele zu seinen gewohnten Chancen von Eero Elo auf dem Flügel und kratze von der zweiten Pausensirene unterbrochen zweimal in Person von Lynden McCallum an einem zweiten Treffer. Dieser fiel – vermeintlich – nach einem Schuss von Sameli Ventelä in der 43. Minute, wurde jedoch wegen hohen Stocks am Ravensburger Torraum nicht anerkannt.

Zwischen zwei weiteren Freiburger Powerplays, die jedoch torlos ausfielen, steuerte Fabian Ilestedt bei angezeigter Strafe per Rückhand den zweiten Wölfe-Treffer bei (5:2, 54.), was zu diesem Zeitpunkt jedoch vielmehr wie die sprichwörtliche Ergebniskosmetik wirkte und obendrein noch von einem Empty-Net-Gegentreffer beantwortet wurde, mit dem Mark Rassell einen Hattrick komplettierte (6:2, 56.).

Durch einen knappen Sieg der Eispiraten Crimmitschau, der sich parallel zum Wölfe-Spiel ereignete, beträgt der Rückstand des EHC auf den vorzeitig rettenden 10. Platz nun fünf Punkte. Die nächste Chance, diesen zu verringern, bietet sich dem Team von Juraj Faith am Freitag, 13.2., wenn die Kassel Huskies in der Echte-Helden-Arena zu Gast sein werden.

Tore:
1:0 (07:46) Rassell (Karlsson, Czarnik) – PP1
2:0 (20:43) Karlsson (Mass, Rassell)
3:0 (21:15) Hauf (Mass, Jung)
3:1 (24:20) Ewanyk (Billich)
4:1 (28:56) Rassell (Tufto) – PP1
5:1 (34:34) Latta (Sezemsky) – PP1
5:2 (53:04) Ilestedt (Kretschmann, Schlenker)
6:2 (55:26) Rassell – SH1/EN

Schüsse: Ravensburg 31 (12/8/11), Freiburg 30 (4/12/14)
Strafminuten: Ravensburg 6, Freiburg 10
Überzahleffizienz: Ravensburg 3-5, Freiburg 0-3
Schiedsrichter: Kalnik, Lajoie / Reitz, Lamberger
Zuschauer: 2589

Aufstellung:
Cerveny (Hegmann)
Elo-Linsenmaier-Mühlbauer / Kühnhauser-Ventelä
Ilestedt-Kretschmann-McCallum / Hempel-Heider
Billich-Ewanyk-Schwamberger / Trinkberger-Schlenker
Bechtold-Kiefersauer-Klein / Schindler

𝘍𝘰𝘵𝘰: 𝘒𝘪𝘮 𝘌𝘯𝘥𝘦𝘳𝘭𝘦