Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt gegen Bad Nauheim trat der EHC zum ersten Auswärtsspiel der regulären Saison 2026/27 in Westsachsen bei den Eispiraten Crimmitschau an und unterlag nach 1:0-Führung mit 1:4. Noch nicht mit von der Partie war Verteidiger-Neuzugang Moritz Wirth. Im Tor startete Olafr Schmidt, nachdem am Freitag Ex-Eispirat Christian Schneider das Wölfe-Tor gehütet hatte.
Die Wölfe zeigten im ersten Abschnitt eine wache und reife Leistung und gingen nach zwanzig Minuten mit einer verdienten 1:0-Führung in die Kabinen. Lukas Mühlbauer gelang mittels abgefälschter Bogenlampe in der 11. Spielminute dieser einzige Treffer des Abschnitts.
Nach einem von beiden Teams verhaltenen Beginn war es schließlich der EHC, der die erste Möglichkeit für sich verbuchen konnte. Lynden McCallum scheiterte nach einem langen Pass alleine vor Eispiraten-Goalie Kevin Reich an selbigem. Ohnehin hatte der EHC die Mehrzahl an Torgelegenheiten, hätte also durchaus auch höher führen können.
À propos langer Pass: Mehrfach nutzten die Wölfe dieses taktische Mittel, um Angriffe schnell nach vorne zu tragen. Umgekehrt agierten sie in der Defensive kompakt mit geringen Abständen zwischen den fünf verteidigenden Akteuren und machten es den Hausherren damit schwer, vor Olafr Schmidt gefährlich zu werden.
Einziger Wermutstropfen: 18 Sekunden vor Drittelende kassierte Dylan Plouffe 2+2 Strafminuten, was den Eispiraten die Chance bot, auf frischem Eis im zweiten Drittel im Powerplay zu starten.
Zwar überstanden die Wölfe diese brenzlige Situation – zwischenzeitlich mussten sie 37 Sekunden gar mit zwei Spielern weniger agieren, da auch Alex De Los Rios eine Strafzeit aufgebrummt bekam – ziemlich souverän, jedoch sollten die Eispiraten in der Folge dennoch besser in die Partie kommen und die größeren Spielanteile für sich verbuchen können. Die Folge war ein Doppelschlag in der zweiten Drittelhälfte zum 2:1. Beide Tore fielen mittels abgefälschter Distanzschüsse, davon das 1:1 in Unterzahl, als Lukas Mühlbauer auf der Strafbank saß. Olafr Schmidt hatte jeweils keine Abwehrchance.
Gegen Ende des Abschnitts boten sich den Wölfen nochmals zwei gute Gelegenheiten durch Andreas Döpfner nach schnellem Gegenstoß und Niko Linsenmaier aus kurzer Distanz. Beide Male behielt jedoch Kevin Reich zwischen den Pfosten die Oberhand.
Nachdem die Eispiraten im Mitteldrittel mittels Doppelschlag die Partie gedreht hatten, ließen sie einen weiteren, entscheidenden folgen: Innert 22 Sekunden stellten die Hausherren auf 4:1. Zwar versuchte der EHC weiterhin nach vorne zu spielen, jedoch fehlte die Durchschlagskraft. Lediglich Niko Linsenmaier fünf Minuten vor Schluss und Artjom Khaidarov zwei Minuten später boten sich Einschussmöglichkeiten, die leider ungenutzt blieben.
So steht unterm Strich eine 1:4-Niederlage nach einer Partie, die bei besserer Chancenverwertung im ersten Drittel durchaus positiver hätte verlaufen können.
Tore:
0:1 (10:51) Mühlbauer (Bowles)
1:1 (35:25) Will (McCormick)
2:1 (38:24) Garthe (Shevyrin, Lutz)
3:1 (50:26) Adams (Will)
4:1 (50:48) McCormick (Garthe, Shevyrin)
Schüsse: Crimmitschau 33 (10, 13, 10), Freiburg 17 (8, 4, 5)
Strafminuten: Crimmitschau 8, Freiburg 10
Überzahleffizienz: Crimmitschau 1-4, Freiburg 0-3
Schiedsrichter: Benjamin Hoppe, Bastian Steingross / Yannick Müller-Osten, Moritz Bösl
Zuschauer: 2251
Aufstellung:
Schmidt (Schneider)
Döpfner-Linsenmaier-McCallum / De Los Rios-Plouffe
Bowles-Gallant-Mühlbauer / Kühnhauer-Sezemsky
Bechtold-Kiefersauer-Billich / Leitner-Gnyp Khaidarov-Steinhauser-Ludwig
Foto: Thomas Heide


























