12. März 2026

Playdown-Preview: Kaufbeuren

In der ersten Runde der DEL2-Playdowns 2025/26 trifft das Team von Cheftrainer Juraj Faith auf den ESV Kaufbeuren im direkten Duell um den Klassenerhalt.

Alle 52 Spieltage der Hauptrunde sind absolviert, die Platzierungen stehen fest und damit auch die Paarungen der Playdowns. Im Duell mit dem ESV Kaufbeuren geht es für die EHC Freiburg um nichts Geringeres als den Verbleib in der DEL2.

Torhüter: Mit Cody Porter, Rihards Babulis und Daniel Fießinger teilten sich bei ESV Kaufbeuren in der abgelaufenen Hauptrunde gleich drei Torhüter die Einsatzzeiten zwischen den Pfosten auch deshalb, weil die Joker immer wieder durch Verletzungen zu Umstellungen gezwungen waren. Die meisten Einsätze verzeichnete dabei der Kanadier Cody Porter. In 22 Partien kommt der 28-Jährige auf eine Fangquote von 88,56 % bei einem Gegentorschnitt von 3,47 Toren pro Spiel. Hinter ihm erhielt vor allem der junge Rihards Babulis die Chance, sich zu beweisen. In 18 Einsätzen weist er mit einer Fangquote von 88,79 % und einem Gegentorschnitt von 3,83 nahezu identische Werte auf. Der dritte im Bunde ist Daniel Fießinger. Als eigentliche Nummer eins in die Saison gestartet, musste der Schlussmann aufgrund einer längeren Verletzung zwischen Oktober und Januar pausieren. Sowohl vor seiner Ausfallzeit als auch nach seiner Rückkehr zeigte er jedoch starke Leistungen und ist mit einer Fangquote von 89,28 % sowie einem Gegentorschnitt von 3,46 Toren statistisch der beste Torhüter der Kaufbeurer.

Verteidiger: Mit insgesamt 204 Gegentoren stellten die ESV Kaufbeuren in der Hauptrunde die anfälligste Defensive der gesamten Liga. Punktbester Verteidiger der Joker ist Nicolas Appendino, der mit 19 Scorerpunkten nicht nur offensiv Akzente setzt, sondern auch im Spielaufbau eine wichtige Rolle einnimmt. Auch der junge Paul Mayer wusste in dieser Spielzeit auf sich aufmerksam zu machen. Der Verteidiger absolvierte sämtliche Partien der Hauptrunde und übernahm bereits in jungen Jahren viel Verantwortung im Defensivverbund. Ein deutliches Zeichen für sein großes Potenzial und das Vertrauen des Trainerteams. Um die Defensive im Saisonverlauf weiter zu stabilisieren, reagierten die Kaufbeurer mit einer Nachverpflichtung und holten den kanadischen Verteidiger Jonny Tychonick ins Team. In bislang 15 Einsätzen sammelte er acht Scorerpunkte und bringt zusätzliche Dynamik ein. Gleichzeitig weist er mit einer Plus/Minus-Bilanz von -1 den besten Wert unter den Verteidigern auf. Auch im Unterzahlspiel offenbaren die Joker Schwächen. Mit einer Erfolgsquote von 74,1 % rangieren die Joker in dieser Statistik auf dem letzten Platz der Liga.

Stürmer:  Auch in der Offensive blieb der ESV Kaufbeuren in dieser Saison nicht vom Verletzungspech verschont. Lediglich sechs Spieler kamen in mehr als 40 Hauptrundenpartien zum Einsatz. Punktbester Akteur und damit Topscorer der Joker ist der kanadische Ex-Freiburger Tyson McLellan. Mit insgesamt 37 Scorerpunkten, darunter 13 Tore, ist er zugleich der treffsicherste Stürmer seines Teams. Hinter McLellan folgt Henri Kanninen in der internen Scorerwertung. Der Finne kam in 24 Spielen auf starke 26 Punkte und gehörte damit zu den auffälligsten Offensivkräften der Kaufbeurer. Für ihn ist die Saison allerdings verletzungsbedingt bereits beendet. In den Playdowns wird er somit nicht mehr eingreifen können. Neu im Angriff des ESVK ist zudem Travis Turnbull. Der Kapitän der Dresdner Eislöwen schloss sich vor wenigen Wochen den Jokern an und wusste schnell zu überzeugen. Nach der Hauptrunde stehen für ihn sechs Einsätze mit drei Toren und ebenso vielen Assists zu Buche. Neben seinen Leistungen auf dem Eis soll Turnbull mit seiner Erfahrung auch abseits der Spielfläche wichtige Impulse setzen.

Kadersituation: Weiterhin bleibt die Personalsituation beim ESV Kaufbeuren angespannt. Die zuletzt verletzten Brent Raedeke, Yannik Burghart, Max Hadraschek, Joe Cassetti und Sami Blomqvist sind voraussichtlich wieder am Bord. Definitiv fehlen werden hingegen Kapitän Bernhard Ebner sowie Alec Zawatsky, dessen Ausfalldauer derzeit noch unklar ist. Zudem steht Henri Kanninen nach seiner Verletzung für den Rest der Saison nicht mehr zur Verfügung.