9. März 2026

Positives Ende der Hauptrunde

Im 52. und letzten Spiel der regulären Saison empfing der EHC zum dritten Heimspiel in Folge die Eispiraten Crimmitschau. Für beide Teams war es eine Generalprobe: für die Gäste im Hinblick auf die Pre-Play-offs, für den EHC für die Play-downs gegen den ESV Kaufbeuren. Dabei ging es für die Wölfe noch darum, eventuell einen 20-Punkte-Vorsprung auf die Allgäuer herauszuschießen, was gleichbedeutend damit gewesen wäre, „nur“ zwei Siege in der anstehenden Best-of-Seven-Serie für den Klassenerhalt zu benötigen – was aufgrund des Kaufbeurer 4:1-Sieges gegen Bad Nauheim nicht mehr gelang.

Drittel eins ging klar an die Wölfe, die von Beginn an die tonangebende Mannschaft waren und in den ersten zwanzig Minuten einige Torchancen herausspielten, beispielsweise durch Fabian Ilestedt (5.), Thore Weyrauch (11.) oder Tomas Schwamberger (20.). Dennoch stand am Ende des ersten Abschnitts nur ein 1:1.

Chris Billich hatte Blau-Weiß-Rot nach gut 17 Minuten in Führung geschossen. Dabei verwertete er einen Rebound am Ende einer Druckphase, die mit einem Zwei-auf-eins-Konter von Fabian Ilestedt und Lynden McCallum begonnen hatte. McCallums Abschluss war eine sichere Beute von Eispiraten-Goalie Christian Schneider. Das anschließende Bully gewannen die Wölfe und arbeiteten sich den Treffer des EHC-Urgesteins damit heraus.

Ohnehin entpuppte sich Schneider als bester Eispirat des ersten Abschnitts, was Ausdruck der EHC-Überlegenheit war. Er hielt sein Team im Spiel und ebnete damit Ex-Wolf Sebastian Streu den Weg, kurz vor Drittelende im Powerplay den Ausgleich zu erzielen. Dabei nutzten die Gäste die erste und einzige nennenswerte Torchance des Abschnitts.

Zwar mahnte Gästestürmer Tim McGauley im Pauseninterview an, die Intensität der Wölfe ab Abschnitt zwei „matchen“ zu wollen, allerdings gelang dies augenscheinlich nicht. Der EHC war weiterhin spielbestimmend und kontrollierte das Geschehen. Ein, zwei Chancen gestanden sie den Gästen zu, ließen aber ihrerseits im zweiten Abschnitt offensiv auch ein wenig nach, weshalb sich eine relativ chancenarme Partie entwickelte.

Immerhin gelang dem EHC der Führungstreffer und einzige Treffer des Mittelabschnitts. Shawn O’Donnell fälschte einen Ventelä-Distanzschuss im Powerplay unhaltbar ab (30.).

Sehenswert war das einzige Freiburger Unterzahlspiel der zweiten zwanzig Minuten. Weniger wegen aufopferungsvollen Verteidigens – der EHC „killte“ das Crimmitschauer Powerplay souverän – sondern vielmehr wegen des Zwei-auf-eins-Gegenstoßes von Lukas Mühlbauer und Tomas Schwamberger. Die Freiburger Nummer 91 verlor zunächst den Schläger, passte die Scheibe mit dem Schlittschuh zu Mühlbauer, nahm den ins Crimmitschauer Drittel geschlitterten Schläger wieder auf und schloss, bedient von Mühlbauer, mit der Rückhand ab. Zwar parierte Christian Schneider, aber diese Szene war beispielhaft für das Freiburger Engagement in dieser Partie bis dahin.

Unverändertes Bild in Drittel drei: Der EHC kontrollierte die Partie, lieferte sich einen Kampf „Alle gegen Schneider“ und limitierte die Crimmitschauer Angriffsbemühungen. Aber wie so oft sollte sich auch diesmal die alte Weisheit bewahrheiten: Nutzt du vorne deine Chancen nicht, kassierst du hinten das Gegentor. In der 53. Spielminute nutzten die Eispiraten eine der wenigen Druckphasen in dieser Partie und erzielten durch Till Michel den schmeichelhaften Ausgleich.

In den letzten Minuten des Schlussabschnitts legte der EHC nochmal an Intensität zu, wollte unbedingt den Siegtreffer und damit die vollen drei Punkte. Aber der Mann des Abends, Christian Schneider, stand diesem Vorhaben mehrfach im Wege.

Nach überstandener Unterzahl in der anschließenden Overtime war es schließlich Goldhelm Fabian Ilestedt vorbehalten, den 3:2-Siegtreffer zu erzielen. Energisches Nachsetzen an der Bande zahlte sich aus, Ilestedt zog vors Tor und setzte den Puck mit dem sage und schreibe 54. EHC-Torschuss der Partie 12 Sekunden vor Ende hoch in die Maschen.

Weiter geht es für die Wölfe nun am 13. März mit dem ersten Playdown-Heimspiel in der Echte Helden Arena gegen den ESV Kaufbeuren.

Tore:
1:0 (17:16) Billich (Trinkberger, Ewanyk)
1:1 (18:34) Streu (Lutz, Brune) – PP1
2:1 (29:21) O’Donnell (Ventelä, Ilestedt) – PP1
2:2 (52:08) Michel (Corbeil, Olleff)
3:2 (64:48) Ilestedt

Schüsse: Freiburg 54 (22/10/19/3), Crimmitschau 23 (7/6/7/3)
Strafminuten: Freiburg 10, Crimmitschau 6
Überzahleffizienz: Freiburg 1-2, Crimmitschau 1-4
Schiedsrichter: Benjamin Hoppe, Tim Heffner/ Denis Menz, Roman Jung
Zuschauer: 2602

Aufstellung:
Hegmann (Cerveny)
Mühlbauer-Weyrauch-O‘Donnell / Kühnhauser-Ventelä
McCallum-Kretschmann-Ilestedt / De Los Rios-Schlenker
Schwamberger-Ewanyk-Billich / Berry-Trinkberger
Majher-Kiefersauer-Bechtold / Hempel