28. September 2026

Punktgewinn gegen Topteam

Zum „Kinderspieltag“ empfing der EHC am Sonntagnachmittag die noch ungeschlagenen Kassel Huskies. In einem umkämpften und intensiven Match sicherten sich die Wölfe kurz vor Schluss einen wertvollen Punkt gegen ein DEL2-Topteam.

Die Wölfe erwischten einen denkbar ungünstigen Start in die Partie. Zwar konnten sie den ersten Torschuss der Partie durch Niko Linsenmaier für sich verzeichnen, mussten dann aber quasi im Gegenzug den ersten und einzigen Gegentreffer durch Brendan O’Donnell zur 0:1-Führung hinnehmen (2.). Dessen ersten Abschluss konnte Olafr Schmidt noch parieren, der folgende Klärungsversuch von Simon Gnyp landete unglücklicherweise wieder genau auf O’Donnells Schläger, der sich die zweite Chance nicht entgehen ließ.

In der Folge bis etwa zur Hälfte des ersten Abschnitts hatten die Wölfe alle Hände voll zu tun gegen clever, strukturiert und mit viel Selbstvertrauen aufspielende Huskies, die zahlreiche Chancen kreierten, vor allem durch ihre Paradereihe um Hunter Garlent. Ausgerechnet ein Freiburger Unterzahlspiel sollte aber so etwas wie der Erweckungsmoment für Blau-Weiß-Rot werden, in dem Lukas Mühlbauer beinahe der Shorthander zum Ausgleich gelungen wäre (11.).

Ab diesem Zeitpunkt verbesserte sich das Lauf- und Passspiel, die Abstände zwischen den jeweils fünf agierenden Wölfen verringerten sich, was einerseits dazu führte, dass defensiv besser zugepackt und offensiv mehr Druck erzeugt werden konnte. Sichtbar, aber noch nicht zählbar wurde dies unter anderem bei Parker Bowles’ Großchance zum Ausgleich in der 17. Minute. Er setzte aber seinen eigenen Rebound über den Kasten.

Aus Freiburger Sicht drückten zwei Spieler dem zweiten Drittel ihren Stempel auf: Lukas Mühlbauer und Olafr Schmidt. Ersterer verbuchte die meisten Ausgleichschancen, traf aber nicht. [Gegner-Keeper] Maurer behielt wiederholt die Oberhand. Am anderen Ende des Eises war es Olafr Schmidt, der die Wölfe im Spiel hielt und zwei Monstersaves zeigte. Zunächst stoppte er einen Wilkie-One-Timer (25.), ehe er in der 32. Spielminute die Scheibe vor Jake Weidner gerade noch von der Linie kratzte.

Insgesamt verlief der Mittelabschnitt ganz ähnlich wie das erste Drittel. Kassel dominierte zu Beginn und der EHC arbeitete sich im weiteren Verlauf wieder in die Partie. Einzig Treffer wollten weder den Wölfen – seit sieben Dritteln ohne eigenen Treffer – noch den Huskies gelingen.

Weniger als zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit, also im achten Drittel seit dem Führungstreffer in Crimmitschau, gelang dem EHC wieder ein Treffer. Und dieser war extrem wertvoll, da er einerseits hart erkämpft gegen ein über weite Strecken der gesamten Partie und des letzten Drittels dominantes Team aus Nordhessen war und andererseits einen Zähler sicherte. Eigengewächs Paul Bechtold war es vorbehalten, bei Sechs-gegen-fünf einen wuchtigen Distanzschuss von Dylan Plouffe entscheidend abzufälschen (59.). Unter lautem Jubel wurde der Treffer nach kurzem Videocheck anerkannt.

Zuvor mussten die Wölfe leiden und Olafr Schmidt sein ganzes Können zeigen. Der aufopferungsvolle Kampf wurde schließlich belohnt und hätte in der Overtime um ein Haar gar mit dem Siegtreffer gekrönt werden können, schließlich gehörten die ersten gut zwei Minuten der Overtime den Wölfen.

Erst ein Powerplay der Huskies drehte das Momentum wieder auf die Seite des Favoriten, der daraus aber kein Kapital schlagen konnte. So musste das Penaltyschießen entscheiden, in dem erst dem vierten Schützen der Siegtreffer gelang. White bezwang den überragenden Olafr Schmidt mit einem trockenen Handgelenkschuss zum 1:2.

Tore:
0:1 (01:46) O’Donnell (White, Garlent)
1:1 (58:29) Bechtold (Plouffe, McCallum) – 6-5
1:2 (65:00) White – PS

Schüsse: Freiburg 33 (8/13/12/0/0), Kassel 30 (7/13/9/0/1)
Strafminuten: Freiburg 4, Kassel 8
Überzahleffizienz: Freiburg 0-4, Kassel 0-2
Schiedsrichter: Vladislav Gossmann, Maik Blankart / Denis Menz, Christoph Jürgens
Zuschauer: 2489

Aufstellung:
Schmidt (Goss)
McCallum-Linsenmaier-Döpfner / Plouffe-De Los Rios
Khaidarov-Gallant-Bowles / Wirth-Kühnhauser
Billich-Kiefersauer-Mühlbauer / Sezemsky-Gnyp
Bechtold-Steinhauser-Ludwig / Schlenker