Nach drei Heimspielen in Folge trat der EHC am Sonntagnachmittag erstmals wieder auswärts an. In Westsachsen trafen die Wölfe auf die Eispiraten Crimmitschau und unterlag knapp mit 1-2 nach Verlängerung. Für den krankheitsbedingt nicht zur Verfügung stehenden Sameli Ventelä kam Stürmer Lynden McCallum als vierter Kontingentspieler zu seinem Debüt im EHC-Trikot.
Mit einem 0-1 Rückstand aus Sicht der Wölfe ging es nach den ersten zwanzig Minuten für beide Teams in die Kabinen. Dabei kam der EHC in den ersten drei, vier Spielminuten gut in die Partie, hatte mehr Spielanteile, konnte aber keine hochkarätige Torchance herausspielen.
Crimmitschau löste sich in der Folge zusehends besser und strukturierter aus dem Freiburger Forecheck und verbuchte bis Drittelende einige Hochkaräter. Dabei stand dem EHC einerseits das Glück zur Seite, andererseits ein gut aufgelegter Fabian Hegmann.
Auffällig im Freiburger Spiel: Immer wieder versuchten die Wölfecracks die Scheiben schnell und schnörkellos zum Tor zu bringen und über Verkehr vor dem Tor zu Chancen zu kommen. Das gelang zwar ein paar Mal, ließ jedoch meist die Präzision im Abschluss vermissen.
Bitter die Entstehung des Gegentores: An der gegnerischen blauen Linie unterlief den Wölfen ein Scheibenverlust, Dylan Wruck schloss nach einem 2-auf-1-Konter platziert ins Kreuzeck ab (14.).
Kurz und knapp: Nach dem zweiten Drittel wäre der Ausgleich mehr als verdient gewesen. Der EHC drückte, hatte die größeren Spielanteile und mehr Torchancen als sein Gegenüber. Aber, ähnlich wie in den vergangenen Partien im zweiten Drittel im Heimspiel gegen Bad Nauheim oder in Abschnitt eins vor einer Woche in Krefeld, bekamen die Wölfe den Puck einfach nicht im Tor unter.
Grund hierfür war eine Kombination aus mehreren Faktoren: Kevin Reich hielt stark, Crimmitschaus Verteidiger blockten zahlreiche Schüsse, fehlende Präzision im Abschluss und Passspiel. Abgefeuerte Schüsse (z.B. Kretschmann, 23.) verfehlten das Tor, letzte Pässe kamen nicht an. Ausdruck dessen war das Schussverhältnis, welches, trotz Freiburger Überlegenheit, auch im Mittelabschnitt mit 11:8 zu Gunsten der Hausherren ausfiel.
Das Team konnte sich also spielerisch nicht viel vorwerfen, lediglich die fehlende Effizienz verhinderte ein besseres Zwischenresultat, was mit 0-1 aber alles offen ließ für den Schlussabschnitt. Auch, weil Louis Brune Sekunden vor der Drittelsirene eine Großchance für Crimmitschau liegen ließ und aus dem Slot Fabian Hegmann nicht überwinden konnte.
Im letzten Abschnitt verschoben sich die Spielanteile wieder mehr in Richtung der Gastgeber. Doch diesmal waren es die Wölfe, die trafen. Dabei nutzten sie das einzige Powerplay der gesamten Partie. Auf dem Weg zum Tor fälschten sowohl Lynden McCallum als auch Shawn O’Donnell die Scheibe ab sodaß Kevin Reich keine Abwehrchance hatte (58.).
Und eben jener Lynden McCallum war der auffälligste Freiburger in der Overtime. Dank seiner augenscheinlich läuferisch hohen Qualität konnte er sich zwei Mal durchsetzen, brachte die Scheibe aber leider jeweils nicht an Reich vorbei.
Unglücklich fiel schließlich der Siegtreffer für die Hausherren. Trépaniers Abschluss hatte Fabian Hegmann bereits pariert jedoch bekam der Kanadier den Rebound und die Scheibe trudelte zur Entscheidung über die Linie (64.).
Tore:
1:0 (10:28) Wruck (McGauley)
1:1 (57:34) O’Donnell (Linsenmaier, Ilestedt) – PP1
2:1 (63:44) Trépanier (Streu) – OT
Schüsse: Crimmitschau 35 (13/11/10/2), Freiburg 28 (9/8/3/1)
Strafminuten: Crimmitschau 2, Freiburg 10 (Ewanyk)
Überzahleffizienz: Crimmitschau 0-0, Freiburg 1-1
Schiedsrichter: Achim Moosberger, Tony Engelmann / Michael Huber, Kieran Schuster
Zuschauer: 3800
Aufstellung:
Hegmann (Cerveny)
Ilestedt-Linsenmaier-Mählbauer / Heider-Kühnhauser
Elo-O’Donnell-McCallum / Schlenker-De Los Rios
Kretschmann-Ewanyk-Schwamberger / Hempel-Trinkberger
Bechtold-Majher
𝘍𝘰𝘵𝘰: 𝘛𝘰𝘮𝘮𝘺 𝘝𝘢𝘭𝘥𝘪𝘷𝘪𝘢 𝘊𝘢𝘴𝘵𝘳𝘰























