Der EHC Freiburg hat sein Heimspiel gegen die Eisbären Regensburg nach zwei Empty-Net-Toren mit 4:1 gewonnen.
Knapp 59 Minuten lang lieferte sich der EHC ein Duell auf Augenhöhe mit dem Viertplatzierten der Liga, das Blau-Weiß-Rot im ersten Drittel als spielbestimmende Mannschaft sah und in den nächsten beiden Spielabschnitten zu verdienten Toren kommen ließ. Dank ihres Matchwinners Patrik Cerveny konnten die Wölfe somit ab der 21. Minute durchgehend mit einer Führung agieren, die sie dann schließlich mit zwei Empty-Nettern von Fabian Ilestedt endgültig in drei Tabellenpunkte ummünzten.
Dank seiner Kontrolle über die neutrale Zone war der EHC im ersten Drittel die bessere Mannschaft. Tragende Chancen kamen ihm dann aber doch nur punktuell zu: Doch dies geschah zum einen schon früh im Spiel, als ausgerechnet zwei Verteidiger in der 6. Minute die Führung auf dem Schläger hatten, indem Petr Heider und Sameli Ventelä einen Vorstoß von Lukas Mühlbauer und ein Anspiel von Nikolas Linsenmaier zwar nicht verwerten konnten, aber dennoch gleich zwei unübersichtliche Szenen am und gar im Torraum des heute von Konrad Fiedler – bei dessen neuntem Saisoneinsatz – gehüteten Regensburger Tors kreierten.
Knapp zehn Minuten sollte es dauern, bis ein Vorstoß von Travis Ewanyk erneut eine Chance für Heidr kreierte (15.) – doch der verdiente zählbare Erfolg sollte den Wölfen dann erst zu Beginn des zweiten Drittel vorbehalten sein.
Dass die Wölfe in diesem Eröffnungsdurchgang – dem besten Drittel, das Juraj Faith nach eigener Aussage als Trainer des EHC gesehen habe – die spielerische Oberhand hatten, zeigte sich auch in mehreren Icing-Pfiffen gegen die Gäste zur Mitte des ersten Drittels hin. Befreiten diese sich dann mal spielerisch aus ihrer Zone, gelang es Blau-Weiß-Rot des öfteren, deren Vorstöße versickern zu lassen – bis dann jedoch Patrik Cerveny zunächst gegen Alex Berardinelli entschärfen musste (13.) und alsbald die Freiburger Defensive Kevin Slezak vor ihm sträflich alleine ließ – doch der Schlenzer des gebürtigen Oberbayern, der heute stellvertretend für Corey Trivino den Goldhelm der Eisbären trug, wurde aus kurzer Distanz von Cerveny entschärft (14.).
Wie würde man nun auf einen spielerisch so erfolgversprechenden ersten Durchgang reagieren, der mit seiner Schussbilanz von 16:6 allerdings lediglich statistischen Wert hatte? Ganz einfach – indem ein vielversprechendes Konzept aus der frühen Phase des ersten Drittels im zweiten gleich auf Anhieb durchgesetzt wurde: Hatte es zu Spielbeginn noch knapp sechs Minuten gedauert, bis Lukas Mühlbauer einen gefährlichen Vorstoß wagte, so legte er diesen im zweiten bereits unmittelbar nach dem Eröffnungsbully aufs Eis und verwerte nun per Schlenzer nach nur 24 Sekunden einfach selbst zum 1:0 (21.).
Der weitere Verlauf des Mittelabschnitts war insbesondere von je einem Powerplay auf beiden Seiten geprägt, das zunächst die Gäste am Ausgleich, dann den EHC an der Zwei-Tore-Führung kratzen sah. Die größte Chance für Regensburg entstand, als Pierre Preto – der schon unmittelbar vor der Strafe gegen den EHC eine Chance auf dem Schläger gehabt hatte – das vermeintlich leere Tor vor der Nordkurve vor sich sah, die Scheibe aber nur unzulänglich auf die Rückhand bekam (25.).
Freiburg setzte in seiner Überzahl auf die nicht ganz gängige Formation mit Eero Elo im Slot – wo dieser von seiner sonst üblichen Position auf dem rechten Flügel aus von Fabian Ilestedt angespielt wurde, allerdings genauso wenig verwerten konnte, wie Ilestedt selbst, als dieser kurz danach mit seinem Schuss gleich beide (!) Pfosten traf (30.).
In der zweiten Hälfte des Mittelabschnitts kamen jedoch die Gäste dem vermeintlichen Ausgleich immer näher – einmal durch eine Chance für Alex Berardinelli, der seinen Schuss jedoch am Tor vorbeizog (32.) und Donát Péter, dessen Onetimer nach Diagonalpass von Cerveny im Spagat von Pfosten zu Pfosten rutschend mit der Fanghand pariert wurde (35.).
Doch wie sich die Bilder so glichen: Nachdem der EHC also erneut zum Drittelausklang das spielerische Nachsehen gehabt hatte, startete er wieder mit zählbarem Erfolg in den nächsten Spielabschnitt. Bei diesem 2:0 zu Beginn des letzten Drittels kam ihm ein Powerplay zugute, bei dem erneut Elo im Slot zunächst brandgefährlich, dann als Vorlagengeber für Fabian Ilestedt agierte (42.).
Nach alsbaldiger Antwort der Gäste, die nur 76 Sekunden später durch einen unverhofften Schlagschuss von Samuel Payeur zu ihrem verdienten Treffer kamen (2:1, 43.), begann mit einer Strafe gegen Nikolas Linsenmaier wegen einer Behinderung, als dieser beim Eintreten ins Offensivdrittel einen Gegner abschirmte (48.), eine sechsminütige Druckphase der Gäste, die erst durch ein Überzahlspiel zugunsten des EHC zeitweise unterbrochen wurde (54.). Diese Strafe, die ihrerseits vielmehr erlösenden Charakter für Blau-Weiß-Rot hatte, spielte sich im Rahmen einer insgesamt elf Minuten lang andauernden Phase ab, in der die Nordkurve durchgehend mit dem Gesang, „Kämpfen bis zum Ende für die zweite Liga“ ihre Wölfe den Ansturm des Viertplatzierten der DEL 2 erfolgreich, weil gegentorlos, meistern sah.
Patrik Cerveny untermauerte in diesem Zuge seine Auszeichnung zum besten Spieler der Begegnung auf EHC-Seite, als er in der 52. Minute gegen Kevin Slezak am langen Pfosten bravurös entschärfte und den Stand von 2:1 bis knapp zwei Minuten vor Schluss aufrechterhielt, bevor dann Fabian Ilestedt mit zwei Empty-Nettern einen Hattrick komplettierte (3:1, 59.; 4:1, 60.).
Drei Tage nach diesem Sieg wird der EHC nun am Freitag, 23.1. seine Serie von drei Heimspielen in Folge mit einem Aufeinandertreffen gegen den Tabellennachbarn EC Bad Nauheim beenden.
Tore:
1:0 (20:24) Mühlbauer (Ilestedt, Kühnhauser)
2:0 (41:26) Ilestedt (Ventelä, Elo) – PP1
2:1 (42:42) Payeur (Bracco, Slezak)
3:1 (58:19) Ilestedt (Linsenmaier) – EN
4:1 (59:14) Ilestedt (Cerveny) – EN
Schüsse: Freiburg 36 (16/8/12), Regensburg 30 (6/9/15)
Strafminuten: Freiburg 4, Regensburg 6
Überzahleffizienz: Freiburg 1-3, Regensburg 0-2
Schiedsrichter: Hinterdobler, Schütz / Jung, Riemel
Zuschauer: 1697
Aufstellung:
Cerveny (Hegmann)
Mühlbauer-Linsenmaier-Ilestedt / Kühnhauser-Ventelä
Schwamberger-O‘Donnell-Elo / De Los Rios-Schlenker
Bechtold-Ewanyk-Kretschmann / Heider-Trinkberger
Majher-Ludwig / Hempel























