Noch ohne Neuverpflichtung Lynden McCallum trat der EHC gegen Tabellennachbar EC Bad Nauheim an und unterlag äußerst unglücklich mit 3-4. Dabei verpassten es die Wölfe, ihre große Dominanz im zweiten Drittel in Tore umzumünzen.
Ein höhepunktarmes, sichtlich von Nervosität geprägtes, aber intensives Spiel zeigten die beiden Teams im ersten Abschnitt. Dabei erwischten die Gäste einen denkbar günstigen Start, gelang ihnen doch bereits nach etwas mehr als einer Minute der Führungstreffer.
Knapp drei Minuten vor der ersten Pause konnten die Wölfe durch Lukas Mühlbauer – erneut in Reihe eins aufgeboten – ausgleichen. Und beide Treffer ähnelten sich in der Entstehung: die jeweiligen Torschüsse wurden teilweise geblockt woraus Rebounds enstanden. Für die Roten Teufel staubte Taylor Vause ab, für den EHC stand die Nummer 89 goldrichtig.
Über die gesamten zwanzig Minuten taten sich aber beide Teams schwer, die nötige Präzision ins Spiel zu bekommen, wobei die Gäste etwas strukturierter in ihren Angriffsbemühungen wirkten. So waren es chancenarme erste zwanzig Minuten, unterstrichen durch die Torschussstatistik die zu Drittelmitte gerade einmal 4-2 Torschüsse zu Gunsten der Gäste auswies. Allerdings konnten die Wölfe in den letzten fünf Minuten etwas zulegen und hatten durch Niko Linsenmaier nach schnellem Aufbau über Fabian Ilestedt und Eero Elo im Powerplay Chancen gar in Führung zu gehen.
Dass es nach vierzig Minuten 2-2 stand war aus Sicht der Gäste schließlich höchst schmeichelhaft. Denn der EHC zeigte ein ganz anderes Gesicht als im Eröffnungsabschnitt und dominierte das zweite Drittel bei einem Schussverhältnis von 18:7 eindeutig, war läuferisch klar überlegen und gewann die Mehrzahl der direkten Duelle. Zahllose Großchancen konnte blau-weiß-rot so herausspielen, aber leider nur ein Mal eine der vielen Gelegenheiten in Zählbares ummünzen.
Fabian Ilestedt nutzte den Umstand, dass mit Travis Ewanyk und Lukas Mühlbauer zwei körperlich starke Wölfe vor dem herausragend haltenden Jerry Kuhn eingeparkt hatten, weshalb der Nauheimer Goalie die nicht sonderlich scharf geschossene Scheibe einfach nicht sehen konnte (34.).
Auf Grund des Spielverlaufs bitter: kurz vor Drittelende konnten die Gäste, erneut traf Taylor Vause, im Powerplay augleichen (40.).
Dass der EHC die haushohe Überlegenheit in Drittel zwei nicht für einen Vorsprung nutzen konnte, sollte sich in Drittel drei schließlich bitter rächen. Bad Nauheim traf doppelt, der EHC konnte zwischenzeitlich nur zum 3-3 ausgleichen.
Dabei gelangen den Gästen beide Gegentore mit sogenanntem „einfachen Eishockey“: Schüsse zum und Verkehr vor dem Tor. Beim 2-3 war die von Parker Bowles abgefeuerte Scheibe bereits auf dem Weg am Tor vorbei, traf aber den neben dem Freiburger Gehäuse stehenden Justin Volek, der die Scheibe im Powerplay unfreiwillig aber entscheidend abfälschte (45.). Auch das 3-4 entstand aus einem Abpraller, der auf Bengtssons Schläger sprang, welcher aus spitzem Winkel keine Probleme hatte zu vollenden (52.).
Eero Elo konnte kurz vor dem neuerlichen Rückstand mit einem platzierten Gewaltschuss seinen 20. Saisontreffer erzielen und im Powerplay ausgleichen und nährte kurz die Hoffnungen, doch noch als Sieger vom Eis zu gehen.
Zwar versuchten die Wölfe nochmal alles, auch mit gezogenem Torhüter, konnten den vierten Treffer aber nicht mehr erzwingen.
Tore:
0:1 (01:01) Vause (Bengtsson, Bowles)
1:1 (17:00) Mühlbauer (Kühnhauser, Ilestedt)
2:1 (33:32) Ilestedt (Mühlbauer, Ewanyk)
2:2 (39:19) Vause (Koch, Fischer) – PP1
2:3 (44:56) Volek (Bowles) – PP1
3:3 (51:09) Elo (Ventelä, Ilestedt) – PP1
3:4 (51:47) Bengtsson (Koch, Hickmott)
Schüsse: Freiburg 38 (9/18/11), Bad Nauheim 22 (7/7/8)
Strafminuten: Freiburg 8, Bad Nauheim 6
Überzahleffizienz: Freiburg 1-2, Bad Nauheim 2-3
Schiedsrichter: Aleksander Polaczek, Vladislav Gossmann/ Sören Kriebel, Matthäus Riemel
Zuschauer: 2646
Aufstellung:
Cerveny (Hegmann)
Mühlbauer-Linsenmaier-Ilestedt / Kühnhauser-Ventelä
Schwamberger-O’Donnell-Elo / De Los Rios-Schlenker
Bechtold-Ewanyk-Kretschmann / Heider-Trinkberger
Majher, Ludwig / Hempel























