3. Oktober 2026

Unverdiente Heimniederlage

Im Heimspiel gegen den EV Landshut musste der EHC einen späten Knockout hinnehmen und sich schließlich mit 2:3 geschlagen geben. Erwartungsgemäß musste Headcoach Johannes Nygard weiterhin auf Goalie Christian Schneider sowie Fabian Ilestedt verzichten.

Dass die Wölfe in den ersten zwanzig Minuten dieser Partie das klar bessere Team waren, lässt sich anhand mehrerer Faktoren belegen – zuvorderst natürlich anhand des Spielstandes. Mit einer hochverdienten 1:0-Führung ging es in die erste Drittelpause. Diese hätte durchaus höher ausfallen können, jedoch verfügen die niederbayerischen Gäste über einen starken Torhüter in Person von Stepan Lukes.

Denn der EHC dominierte darüber hinaus auch die Schussstatistik klar: 17 zu 5 Torschüsse waren ein weiterer Ausdruck der Freiburger Überlegenheit.

Der dritte – weiche – Faktor war Gedankenschnelligkeit. Auch hier hatte Blau-Weiß-Rot die Nase vorn, was die Entstehung des Führungstores veranschaulichte: Simon Gnyp sicherte sich gedankenschnell die Scheibe nach einem Landshuter Vorstoß im eigenen Drittel und befreite dann schnell und clever über die Bande. Diese Scheibe nahm Youngster Paul Bechtold auf, zog davon, schloss ab, scheiterte an Goalie Lukes, und der Rebound kam zu Niko Linsenmaier. Dieser schloss gedankenschneller ab, als sein Gegenspieler eingreifen konnte, und traf ins quasi leere Tor (10.).

Insgesamt zeigte sich der EHC im Vergleich zu den bisherigen Partien in der Offensive strukturierter und damit auch gefährlicher. Möglicherweise haben die Reihenumstellungen von Headcoach Johannes Nygard dazu beigetragen, das vermutlich beste Offensivdrittel der bisherigen Saison aufs Eis zu bringen. Läuferisch stark und mit guter Passgenauigkeit gelang es den Wölfen, die Niederbayern mehrfach in die Bredouille zu bringen.

Dass Drittel zwei nicht so reibungslos verlaufen würde wie der vorherige Abschnitt, war bei der Klasse der ambitionierten Landshuter zu erwarten. So entstand eine über weite Strecken nun ausgeglichene Partie. Landshut legte läuferisch zu, wurde damit in der Offensive gefährlicher und in der Defensive stabiler. Folgerichtig „gelangen“ den Wölfen „nur“ acht Torschüsse, sie ließen umgekehrt aber auch nur sechs der Gäste zu.

Allerdings traf einer ins Schwarze: Jakob Mayenschein gelang mit einem trockenen Handgelenkschuss aus zentraler Position der 1:1-Ausgleich (31.) nach einem schnell vorgetragenen Zwei-auf-eins.

Und man musste befürchten, dass der EVL das Spiel nun vollends drehen würde. Schließlich verfügt das Team über das statistisch beste Powerplay der gesamten DEL 2. Aber es kam anders: Parker Bowles gelang nach nur 22 Sekunden Unterzahlspiel – Kilian Kühnhauser saß auf der Strafbank – nach einem Zwei-auf-eins mit Cole Gallant, der den Treffer mit einem präzisen Pass vorbereitete, das 2:1 (38.). Bereits zuvor bot sich im selben Unterzahlspiel Bowles die Chance zum Führungstreffer und auch Chris Billich hätte wenig später gar das dritte Tor für den EHC folgen lassen können, verpasste aber knapp.

Unglücklich: Zwei Sekunden vor Drittelende kassierte Dylan Plouffe nach einer verunglückten Befreiung eine Strafzeit wegen Spielverzögerung. Somit konnten die Gäste den letzten Abschnitt im Powerplay auf frischem Eis beginnen, und beide Teams waren gewarnt: Freiburg vor dem Landshuter Powerplay, Landshut vor den Freiburger Unterzahlkontern. Durchsetzen sollten sich diesmal die Gäste. Eine präzise vorgetragene Passstafette verwandelte David Stieler freistehend aus dem Slot (42.).

Die Gäste versuchten nun, das gewonnene Momentum zu nutzen und in Führung zu gehen. Dies gelang zunächst aber nicht – im Gegenteil: Der EHC erarbeitete sich wieder mehr Spielanteile und bekam in der 53. Spielminute die Chance, Saison-Powerplaytor Nummer zwei zu erzielen. Jedoch bekamen die Wölfe kein druckvolles Überzahlspiel zustande, sondern mussten gar kurz nach Ablauf der Strafe gegen Paul Mayer den 2:3-Gegentreffer hinnehmen. Roy traf völlig freistehend aus dem Slot zur Entscheidung (55.).

Tore:
1:0 (10:34) Linsenmaier (Bechtold)
1:1 (30:08) Mayenschein (Elsner, Serikow)
2:1 (37:04) Bowles (Gallant) – SH1
2:2 (41:06) Stieler (Elsner, Lindberg) – PP1
2:3 (54:38) Roy (Immo, Schwarz)

Schüsse: Freiburg 29 (17/9/2), Landshut 18 (5/6/6)
Strafminuten: Freiburg 28, Landshut 17
Überzahleffizienz: Freiburg 0-3, Landshut 1-2
Schiedsrichter: Aleksander Polaczek, Benjamin Hoppe /Yannick Müller-Osten, Moritz Bösl
Zuschauer: 2389

Aufstellung:
Schmidt (Goss)
McCallum-Linsenmaier-Mühlbauer / Plouffe-De Los Rios
Bowles-Gallant-Döpfner / Wirth-Kühnhauser
Billich-Kiefersauer-Khaidarov / Sezemsky-Gnyp
Bechtold-Steinhauser-Ludwig / Schlenker