9. Februar 2026

Vierter Sieg in Folge!

Nach dem wilden Auswärtsdreier im Ellental und dem Sprung auf Platz 12 empfing der EHC am Sonntagabend das Tabellenschlusslicht aus Kaufbeuren, siegte mit 5:2 und kletterte auf Rang 11. Dabei mussten die Wölfe auf den erkrankten Alex De Los Rios verzichten; Shawn O’Donnell pausierte als überzähliger Kontingentspieler.

Der erste Abschnitt war geprägt von der Zahl drei: Ebenso viele Treffer erzielte der EHC, agierte drei Mal im Powerplay, in denen er zwei Treffer erzielte, aber auch einen Gegentreffer hinnehmen musste, und – weniger gut – wurde nach dem dritten üblen Turnover in der eigenen Zone von Kaufbeuren mit ebenjenem 0:1 bestraft (7.).

Zwar hatten die Wölfe die Gäste aus dem Allgäu im Griff und sich den Zwei-Tore-Vorsprung verdient, jedoch machten sie sich das Leben immer wieder selbst schwer mit den eingangs erwähnten Puckverlusten, die entweder Stockfehlern oder dem Kaufbeurer Forechecking entsprangen. In der Offensive dominierten sie jedoch klar und spielten zahlreiche Torchancen heraus. Speziell das Duo Ilestedt-McCallum drückte dem Spiel seinen Stempel auf. Dabei spielten sie die beiden Powerplay-Treffer zusammen mit Niko Linsenmaier quasi identisch heraus: Ilestedt-Pass von hinter der Torlinie in den hohen Slot, McCallum-Onetimer, Tor (9. & 16.).

Auch beim 2:1 durch Fabian Ilestedt sah es schon nach blindem Verständnis der beiden erst seit wenigen Wochen zusammen auflaufenden Kontingentstürmer aus. No-Look-Rückhandpass des EHC-Neuzugangs von hinterm Tor, Ilestedt-Direktabnahme (13.).

War es in Abschnitt eins die von Christian Kretschmann als Center angeführte zweite Reihe, so war es in Drittel zwei die nominell erste Reihe, die nun dem Spiel ihren Stempel aufdrückte und in der 34. Spielminute durch Eero Elo zum 4:1 traf. Die scharfe Hereingabe von Lukas Mühlbauer fälschte der Freiburger Toptorschütze ins ESVK-Gehäuse ab.

Zunächst hatten die Wölfe aber zwischen der 24. und 32. Minute den Fuß etwas vom Gaspedal genommen. In dieser Phase war die Partie ziemlich ausgeglichen; der EHC kam nicht mehr so regelmäßig zu Chancen wie bisher, der ESVK hatte seinerseits nun mehr Spielanteile und kam zu der einen oder anderen Chance. Dabei war deutlich zu sehen, dass das Kaufbeurer Forechecking, das bereits in Drittel eins die Wölfe vor Probleme gestellt hatte, dem EHC nicht schmeckte. Für den Rest des Drittels gab Blau-Weiß-Rot aber wieder klar den Ton an.

Dabei hätte es bis zum vierten Freiburger Treffer gar nicht so lange dauern müssen, denn zu Beginn des Abschnitts hätten bereits Chris Billich oder Tomas Schwamberger auf 4:1 stellen können, verfehlten aber jeweils ihr Ziel.

Duplizität der Ereignisse: Sowohl in den letzten Sekunden von Drittel eins als auch in Drittel zwei hatte der ESVK Großchancen, zu sogenannten „psychologisch wichtigen Zeitpunkten“ zu treffen. Beide Male war aber der zuletzt stark haltende Fabian Hegmann auf dem Posten, sodass es jeweils mit einem relativ komfortablen Zwei- bzw. Drei-Tore-Vorsprung in die Kabine ging.

Nachdem die Schlusssirene ertönt war, wurde auf Seiten des EHC Fabian Hegmann als Freiburger Spieler des Abends ausgezeichnet. Es ist nicht überliefert, ob sein Monstersave zwei Minuten vor Schluss das Zünglein an der Waage war, das diese Wahl zu seinen Gunsten ausgehen ließ. Jedenfalls hat sich der Besuch der Echte Helden Arena vermutlich alleine wegen dieser Aktion gelohnt. Denn einerseits war sein Hechtsprung-Save sehenswert, andererseits verhinderte er womöglich Schlimmeres. Hätten die Gäste aus dem Allgäu in dieser Szene das 3:4 erzielt, wäre das Momentum möglicherweise vollends auf ihre Seite gekippt – mit ungewissem Ausgang für diese Begegnung. So blieb es beim 4:2, und nur wenige Sekunden später besiegelte Eero Elo mit seinem 25. Saisontreffer ins leere ESVK-Tor den Wölfe-Heimsieg. Niko Linsenmaier sammelte dabei seinen vierten Assist des Abends und achten (!) des Wochenendes ein.

Bis zur 54. Spielminute passierte im letzten Abschnitt wenig Erwähnenswertes. Kaufbeuren versuchte noch einmal, zurück in die Partie zu kommen, der EHC hielt routiniert dagegen, ohne in der Offensive allzu sehr ins Risiko zu gehen und in der Defensive zu sehr in die Bredouille zu kommen.

Als sechs Minuten vor Schluss Max Kislinger einen Distanzschuss von Rio Kaiser zum 4:2 abfälschte, rochen die Gäste plötzlich wieder Lunte, und der EHC hatte Mühe, die bis dahin gezeigte defensive Souveränität wiederherzustellen. Etwas mehr als drei Minuten vor Schluss setzte Kaufbeurens Coach Leif Karlsson alles auf eine Karte und nahm Goalie Cody Porter für einen sechsten Angreifer vom Eis. Mit Glück, Geschick und Fabian Hegmann überstanden die Hausherren diese letzte Druckphase aber erfolgreich.

Tore:
0:1 (06:55) Raedeke – SH1
1:1 (08:42) McCallum (Ilestedt, Linsenmaier) – PP1
2:1 (12:48) Ilestedt (McCallum)
3:1 (15:30) McCallum (Ilestedt, Linsenmaier) – PP1
4:1 (33:23) Elo (Mühlbauer, Linsenmaier)
4:2 (53:13) Kislinger (Kaiser)
5:2 (58:15) Elo (Linsenmaier) – EN

Schüsse: Freiburg 34 (11/9/14), Kaufbeuren 31 (7/13/11)
Strafminuten: Freiburg 6, Kaufbeuren 10
Überzahleffizienz: Freiburg 2-4, Kaufbeuren 0-2
Schiedsrichter: Vladislav Gossmann, Erich Singaitis / Roman Jung, Christopher Reitz
Zuschauer: 2293

Aufstellung:
Hegmann (Cerveny)
Elo-Linsenmaier-Mühlbauer / Ventelä-Kühnhauser
Ilestedt-Kretschmann-McCallum / Schindler-Heider
Schwamberger-Ewanyk-Billich / Trinkberger-Schlenker
Bechtold-Majher