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17. Oktober 2026

Niederlage beim Ligaprimus

Am Freitagabend traten die Wölfe im Düsseldorfer „PSD Bank Dome“ – neben der Mannheimer SAP Arena Austragungsstätte der Eishockey-WM 2027 – bei der wiedererstarkten Düsseldorfer EG an und unterlagen mit 3:5. Zwar rückt das Comeback von Fabian Ilestedt, dem letztjährigen EHC-Topscorer, näher, jedoch fehlte er in diesem Duell einmal mehr im Spieltagsaufgebot.

Zwei wesentliche Fragen stellten sich für die EHC-Gemeinde vor dem Duell des EHC beim rheinischen Traditionsclub: Würde der offensive Knoten endlich platzen? Und hält die defensive Stabilität? Schließlich waren die Rollen in diesem Duell klar verteilt: Die DEG, vor der Partie beste Offensive der DEL2 mit 33 Saisontoren, war der Favorit, die Wölfe der Underdog.

Nach dem ersten Drittel ließ sich zumindest das Zwischenfazit ziehen, dass die DEG ihren offensiven Groove aus den ersten Saisonspielen auch in dieses Spiel mitbringen konnte. So gingen die Hausherren mit einer verdienten 3:1-Führung in die erste Drittelpause.

Dabei war ausgerechnet der Ex-Freiburger Shawn O’Donnell aufseiten der DEG der auffälligste Offensivakteur. Er bereitete das 1:0 mit einem Pass durch den Slot vor, der zunächst von Konze verpasst, aber von Jason Bast am langen Pfosten verwertet werden konnte. Weitere Chancen konnte die ehemalige Nummer 71 des EHC jedoch nicht nutzen.

Zwischenzeitlich war Chris Billich nach einem strukturiert vorgetragenen Angriff der 1:1-Ausgleich gelungen (8.). Nach einem Pass durch den Slot von Christoph Kiefersauer ließ er Lunemann mit einem Rückhandschuss durch die Beine keine Chance.

Kurz vor Drittelende mussten die Wölfe noch zwei Nackenschläge hinnehmen: Erst das 3:1 nach einem schnellen Gegenstoß der DEG durch Järveläinen (18.), der Schmidt mit seinem in der Liga bestens bekannten und gefürchteten Handgelenkschuss keine Chance ließ, und 2,5 Sekunden vor Schluss eine Strafzeit gegen Torschütze Chris Billich. Ihrerseits konnten die Wölfe ein Powerplay – Shawn O’Donnell saß für zwei Minuten wegen Stockschlags – nicht nutzen: Andreas Döpfner verpasste freistehend am langen Pfosten (13.) sein erstes Saisontor sowie den Ausgleich zum 2:2.

Ereignisreich begann der zweite Abschnitt aus Freiburger Sicht. Zwar startete man in Unterzahl, allerdings klaute Parker Bowles den Puckerlverlust von Max Faber und gewann das folgende Laufduell der beiden deutlich. Faber konnte Bowles nur mit einem Foul stoppen, den fälligen Penalty konnte jener aber leider nicht verwerten. Immerhin: Der EHC überstand den Rest des Unterzahlspiels unbeschadet.

Was dem EHC nicht gelang – nämlich ein Treffer in Unterzahl –, gelang schließlich der DEG: Goldhelm Carter Turnbull verwertete seinen eigenen Nachschuss zum 4:1 (32.). Die Rheinländer hatten in der Folge das Momentum deutlich auf ihrer Seite und der EHC hatte alle Hände voll zu tun, einen weiteren Gegentreffer zu vermeiden.

In diese Düsseldorfer Drangphase hinein gelang Tim Sezemsky per Fernschuss der 4:2-Anschlusstreffer. Erwähnenswert, weil offensichtlich ein Erfolgsrezept gegen die starke DEG-Abwehr vor Goalie Niklas Lunemann: Zwei Freiburger Angreifer – Bowles und Gallant – hatten sich vor dem Goalie platziert und ihm so die Sicht genommen. Nun hatten die Wölfe einige Minuten die Oberhand, suchten den 4:3-Anschluss im zweiten Drittel jedoch vergeblich.

Schließlich gelang der Anschlusstreffer durch Dylan Plouffe fünf Minuten vor Ende der Partie. Sein Solo vollendete er mit einem platzierten Handgelenkschuss ins Kreuzeck. Vorausgegangen waren eher höhepunktarme erste zehn Minuten des Schlussabschnitts.

Mitte des Drittels hatte zunächst Lukas Mühlbauer eine aussichtsreiche Abschlusschance nach Pass von Kilian Kühnhauser. Dieser wurde kurz nach der Scheibenabgabe regelwidrig und unnötig von Max Balinson gecheckt, wofür dieser für zwei Minuten in die Kühlbox geschickt wurde. Erneut konnten die Wölfe aber aus dem Powerplay kein Kapital schlagen.

Drei Minuten vor Schluss kassierte Moritz Wirth eine kleine Strafe wegen Beinstellens. Corey Mackin ließ sich diese Chance nicht entgehen und erzielte das erste DEG-Powerplaytor an diesem Abend im dritten Anlauf zum 5:3. Zwar versuchten die Wölfe nochmal alles und nahmen Olafr Schmidt zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, konnten den Zwei-Tore-Rückstand aber nicht mehr egalisieren.

Abschließend lassen sich die beiden eingangs genannten Fragen folgendermaßen beantworten: Dem EHC gelangen zum dritten Mal in acht Spielen mindestens drei Tore, was einen Aufwärtstrend erkennen ließ – zumal gegen das aktuell stärkste Team der DEL2, das bislang in acht Partien erst 13 Gegentreffer kassiert hatte. Und die defensive Stabilität war phasenweise – es sei nochmal betont: gegen das Topteam der Liga – weiterhin vorhanden.

Direkt weiter geht es am Sonntagabend in der Echte Helden Arena gegen die Blue Devils Weiden.

Tore:
1:0 (01:52) Bast (Konze, O‘Donnell)
2:0 (04:04) Bodnarchuk (Bradford)
2:1 (07:26) Billich (Kiefersauer, Steinhauser)
3:1 (17:52) Järveläinen (Hirano, Faber)
4:1 (31:50) Turnbull (Balinson) – SH1
4:2 (35:22) Sezemsky (Döpfner, De Los Rios)
4:3 (54:30) Plouffe (De Los Rios, Linsenmaier)
5:3 (58:29) Mackin (Bradford, Turnbull) – PP1

Schüsse: Düsseldorf 39 (17/13/8), Freiburg 22 (6/6/7)
Strafminuten: Düsseldorf 6, Freiburg 6
Überzahleffizienz: Düsseldorf 1-3, Freiburg 0-3
Schiedsrichter: David Cespiva, Michael Klein / Dominic Borger, Kevin Stöhr
Zuschauer: 5877

Aufstellung:
Schmidt (Goss)
McCallum-Linsenmaier-Mühlbauer / Plouffe-De Los Rios
Döpfner-Gallant-Bowles / Wirth-Kühnhauser
Billich-Kiefersauer-Bechtold / Sezemsky-Gnyp
Khaidarov-Steinhauser-Ludwig / Leitner

Foto: Birgit Haefner