Am neunten Spieltag der DEL2 gastiert der EHC Freiburg bei der Düsseldorfer EG. Gegen den ambitionierten Aufstiegsfavoriten wollen die Wölfe wichtige Punkte sammeln und sich für ihre zuletzt guten Leistungen belohnen.
Am Freitag steht für unsere Wölfe die nächste Herausforderung in der DEL2 auf dem Programm. Die Reise führt nach Düsseldorf, wo mit der DEG einer der bislang stärksten Gegner der Liga wartet. Für den EHC geht es darum, an die zuletzt gezeigten Leistungen anzuknüpfen und sich vor allem in der Offensive effizienter zu präsentieren. Im Kampf um eine bessere Tabellenposition wären Punkte gegen den Favoriten besonders wertvoll.
Das vergangene Wochenende verlief für unsere Wölfe trotz engagierter Auftritte nicht nach Wunsch. Bei den Ravensburg Towerstars musste sich Freiburg nach Verlängerung knapp mit 1:2 geschlagen geben. Den einzigen Treffer für den EHC erzielte Lynden McCallum. Auch im anschließenden Heimspiel gegen die Starbulls Rosenheim hielt Freiburg die Partie lange offen. Erst in der 58. Minute gelang den Gästen aus Bayern das entscheidende 2:0, ehe Scott Feser eine Minute später mit einem Treffer ins leere Tor den 3:0-Endstand herstellte. Damit blieb Freiburg trotz guter Ansätze ohne weiteren Punktgewinn und steht vor der Aufgabe, sich für den Aufwand auf dem Eis endlich wieder zu belohnen.
Ganz anders präsentiert sich die Ausgangslage bei den Gastgebern. Die Düsseldorfer EG konnte am vergangenen Wochenende fünf Punkte sammeln. Bei den Lausitzer Füchsen setzte sich die DEG mit 4:3 nach Penaltyschießen durch, ehe am Sonntag ein deutlicher 6:1-Heimsieg gegen die Dresdner Eislöwen folgte. Mit diesem erfolgreichen Wochenende unterstrichen die Düsseldorfer ihre Ambitionen und bauten ihre starke Position in der Tabelle weiter aus. Nach acht absolvierten Spieltagen beträgt der Vorsprung auf den Tabellenzweiten, die Kassel Huskies, bereits fünf Punkte. Auf die Wölfe wartet damit eine anspruchsvolle Aufgabe, bei der insbesondere eine konzentrierte Defensivleistung und konsequente Chancenverwertung gefragt sein werden.
Direkter Vergleich: Düsseldorf mit leichten Vorteilen
Ein Blick auf die vergangene Saison zeigt, dass die Duelle zwischen unseren Wölfen und der Düsseldorfer EG häufig eng und umkämpft verliefen. Das erste Aufeinandertreffen am zweiten Spieltag in Freiburg entschieden die damaligen Gäste knapp mit 4:3 für sich. Im zweiten Duell gelang den Wölfen in Düsseldorf mit einem 3:1-Erfolg die passende Antwort. Besonders in Erinnerung geblieben ist vielen Freiburger Fans das dritte Spiel in Düsseldorf, zu dem zahlreiche Anhänger mit einem voll besetzten Sonderzug anreisten. Auf dem Eis blieb die Begegnung bis zum Schluss spannend, ehe sich die DEG mit 3:2 nach Penaltyschießen durchsetzen konnte. Auch das letzte Duell der Saison ging an die Düsseldorfer: In der Echte Helden Arena gewann die DEG mit 6:4. Damit entschieden die Rheinländer drei der vier Begegnungen für sich. Die Ergebnisse zeigen allerdings auch, dass Freiburg durchaus in der Lage ist, dem Favoriten Paroli zu bieten.
Zahlen und Wissenswertes:
- Wiedersehen mit einem ehemaligen Wolf: Mit Shawn O’Donnell steht ein ehemaliger Freiburger Stürmer im Aufgebot der Düsseldorfer EG.
- Offensiv- und Defensivstärke: Düsseldorf stellt nach den vorliegenden Statistiken sowohl die torgefährlichste Offensive als auch die beste Defensive der DEL2.
- Powerplay: Mit einer Erfolgsquote von 36 % verfügt die DEG über das effektivste Überzahlspiel der Liga. Freiburg kommt dagegen auf gerade einmal 10 %.
- Penaltykilling: Auch in Unterzahl liegt Düsseldorf mit einer Quote von 87,5 % laut den vorliegenden Angaben auf Platz eins. Freiburg steht mit 80 % auf Rang sechs.
Spieler im Fokus und Personalsituation
Bei unseren Wölfen richtet sich der Blick erneut auf Torhüter Olafr Schmidt. Mit einer Fangquote von 92,06 % zählt er zu den wichtigen Rückhalten des Freiburger Teams. Gerade in einer Partie gegen die offensivstarke Düsseldorfer EG wird es auf seine Paraden und seine Ruhe in entscheidenden Situationen ankommen. Schmidt kann mit starken Leistungen dafür sorgen, dass Freiburg auch unter Druck im Spiel bleibt und sich die Chance auf Punkte bis in die Schlussphase bewahrt. Eine stabile Torhüterleistung könnte damit ein wichtiger Faktor sein, um den Favoriten vor Probleme zu stellen. Die personelle Situation beim EHC Freiburg bleibt weitestgehend unverändert. Erfreulich ist jedoch die voraussichtliche Rückkehr von Fabian Ilestedt, der sich bereits während der Saisonvorbereitung verletzt hatte und den Wölfen seither nicht zur Verfügung stand. Ob der Stürmer bereits in Düsseldorf wieder ins Spielgeschehen eingreifen kann, bleibt final abzuwarten.
Aufseiten der Düsseldorfer EG steht Carter Turnbull im Mittelpunkt. Mit elf Scorerpunkten gehört der Angreifer zu den erfolgreichsten Offensivspielern der DEL2 und belegt in der Topscorerwertung den zweiten Platz. Auch die Düsseldorfer EG muss aktuell einen personellen Ausfall verkraften. Torhüter Jonas Langmann steht den Rheinländern aufgrund einer Oberkörperverletzung voraussichtlich bis nach der Deutschland-Cup-Pause im November nicht zur Verfügung. Als Reaktion auf den Ausfall hat die DEG mit Nico Pertuch per Förderlizenz eine zusätzliche Option für die Torhüterposition verpflichtet.
Foto: Kim Enderle


























