16. September 2026

Wölfe-Preview: EC Bad Nauheim

Am Freitag wird es ernst: Der EHC Freiburg startet mit einem Heimspiel gegen den EC Bad Nauheim in die neue DEL2-Saison 2026/27.

Die Roten Teufel gehen dabei mit einem stark veränderten Kader in die neue Spielzeit und wollen nach einer schwierigen vergangenen Saison wieder angreifen.

2025/26 verlief für Bad Nauheim ausgesprochen turbulent. Die Roten Teufel beendeten die Hauptrunde auf Rang 13 und mussten damit in die Playdowns. Dort zeigte die Mannschaft allerdings eine andere Seite und setzte sich in der ersten Runde souverän gegen die Blue Devils Weiden durch. Damit war der Klassenerhalt vorzeitig gesichert. Anschließend wurde in der Wetterau ein großer Umbruch eingeleitet: Insgesamt 14 Neuzugänge vermeldete der Club im Sommer. Cheftrainer Kevin Gaudet sprach entsprechend von einem „totalen Neustart“.

Gaudet selbst bringt reichlich Erfahrung mit. Der Kanadier übernahm im März 2026 unmittelbar vor den Playdowns und führte Bad Nauheim anschließend souverän zum Klassenerhalt. Für die neue Saison erhielt der 65-Jährige das Vertrauen, den eingeschlagenen Neuaufbau fortzuführen. Seine Mannschaft soll mit Tempo, Disziplin und einer klaren Struktur auftreten. Gleichzeitig steht Gaudet vor der Herausforderung, aus zahlreichen neuen Spielern möglichst schnell eine funktionierende Einheit zu formen.

Im Tor setzt Bad Nauheim auf den erfahrenen Jerry Kuhn. Der Deutsch-Amerikaner überzeugte bereits in der vergangenen Saison mit starken Leistungen und erwies sich insbesondere in den Playdowns als wichtiger Rückhalt seiner Mannschaft. Beim 4:0-Serien-Sieg gegen die Blue Devils Weiden zeigte Kuhn seine Klasse und hatte damit entscheidenden Anteil am erfolgreichen Klassenerhalt der Roten Teufel.

Auch in der Defensive hat sich einiges getan. Zum Aufgebot gehören unter anderem Marius Erk, Garret Pruden, Kevin Maginot, Dominik Tiffels, Joel Keussen, Jesse Kauhanen und Paul Lemke. Dabei setzt Bad Nauheim auf eine Mischung aus erfahrenen DEL2-Spielern und jungen Kräften.

Besonders viel Spannung verspricht der Blick auf die Offensive. Mit Allan McPherson wechselte der langjährige Kapitän der Hannover Scorpions nach Bad Nauheim. Der Kanadier bringt jede Menge Erfahrung, Führungsqualitäten und offensive Durchschlagskraft mit. Ebenfalls ein namhafter DEL2-Spieler ist Charlie Sarault, der nach seiner Zeit bei den Starbulls Rosenheim zu den Roten Teufeln zurückkehrt. Mit Matt Marcinew kam zudem ein erfahrener Center, der zuletzt für die Krefeld Pinguine aktiv war. Pierre Preto wechselte aus Regensburg nach Bad Nauheim, während Julian Kornelli nach fünf Jahren in Landshut ebenfalls eine neue Herausforderung bei den Roten Teufeln sucht. Kurzfristig wurde zudem Cedric Schiemenz als Ersatz für Davis Koch verpflichtet. Weiterhin dabei ist Jordan Hickmott, der bereits in seine sechste Saison in Bad Nauheim geht. Komplettiert wird der Angriff durch junge Spieler wie Justin Volek, Lukas Ribarik und Sebastian Cimmerman. Vor allem die Kombination aus McPherson, Sarault, Marcinew und Hickmott verleiht der Nauheimer Offensive auf dem Papier viel Qualität und Erfahrung.

Wie gut die neu formierte Mannschaft bereits funktioniert, lässt sich anhand der Vorbereitung nur schwer beurteilen. Die Testspielbilanz fiel wechselhaft aus. Beim Turnier in Garmisch-Partenkirchen startete Bad Nauheim mit einem 2:0-Erfolg gegen den SC Riessersee, musste sich anschließend aber den Lausitzer Füchsen nach Penaltyschießen mit 1:2 geschlagen geben. Gegen Bietigheim folgten zwei Niederlagen – 2:4 auf eigenem Eis und 0:3 auswärts.

Anfang September zeigte sich dann ein positiveres Bild. Gegen die Hannover Indians setzte sich Bad Nauheim zunächst mit 4:3 durch und gewann auch das Rückspiel auswärts mit 4:2. Im letzten Test gegen die Düsseldorfer EG kam es aufgrund schwieriger Sichtbedingungen lediglich zu einem verkürzten Spiel. Nach 28:02 Minuten stand es 0:0, ehe Bad Nauheim das anschließende Penaltyschießen durch Matt Marcinew mit 1:0 für sich entschied.

Fazit: Bad Nauheim ist zum Saisonauftakt ein unangenehmer, aber keineswegs unbezwingbarer Gegner. Die Roten Teufel haben ihren Kader im Sommer grundlegend verändert und verfügen über reichlich Erfahrung und individuelle Qualität. Die Karten werden neu gemischt und für beide Mannschaften beginnt die Saison bei null.

EHC Freiburg – EC Bad Nauheim: Freitag, 18. September 2026, 19:30 Uhr