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26. Oktober 2026

Knappe Niederlage gegen starke Eislöwen

Gegen DEL-Absteiger Dresdner Eislöwen trat der EHC am Sonntagabend an und wollte den dritten Sieg in Folge einfahren. Dabei war er auf einem guten Weg, führte bis knapp vier Minuten vor Schluss mit 3:2, unterlag aber schließlich mit 3:5.

Am Ende des ersten Abschnitts wies die Schussstatistik 14:14 Torschüsse aus und die 2.305 Zuschauer in der Echte Helden Arena bekamen in der Tat ein recht ausgeglichenes und schnell geführtes Drittel zu sehen. Beide Teams plagten aber auch Ungenauigkeiten im Passspiel – sowohl in der Defensive als auch in der Offensive. Dies sollte sich im Laufe der Partie zu Gunsten der Gäste aber ändern.

Nach acht Minuten gingen jedoch die Wölfe in Führung, waren sie doch besser aus den Startblöcken gekommen als die bereist am Vortag angereisten Gäste aus Sachsen. Entstanden ist Tim Sezemskys zweites Saisontor aus einem beherzt vorgetragenen Forecheck der Cole-Gallant-Reihe. Ein hoher Scheibengewinn landete schließlich auf Parker Bowles Schläger, der an der blauen Linie Kilian Kühnhauser fand, dessen Querpass Tim Sezemsky humorlos per Schlagschuss in die Maschen drosch. Eine Überprüfung per Videobeweis hielt der ursprünglichen Schiedsrichter-Entscheidung stand.

Ganz anders der Verlauf des Mittelabschnitts: Dresden dominierte, angetrieben von drei Powerplays von denen sie eines zur Führung nutzen konnten, und konnte folgerichtig mit einem Ein-Tore-Vorsprung in die Kabine gehen.

Nur gut drei Minuten nach Wiederbeginn fand ein Distanzschuss den Weg am stark haltenden Olafr Schmidt vorbei in die Maschen (24.). Vorausgegangen war eine minutenlange Druckphase, schließlich sorgte viel Verkehr vor dem Tor dafür, dass er die Scheibe nicht sehen und ergo auch nicht parieren konnte.

Den zweiten Treffer markierten die Gäste im Powerplay. Ein schnell vorgetragener Angriff schloss Dane Fox per flach geschossenem One-Timer präzise ab (32.).

Zwar gelang es den Wölfen nach einer Strafe gegen Tim Knobloch offensiv wieder in Erscheinung zu treten. Dies aber eben erst unmittelbar nach Ablauf dieser Strafe, das Powerplay ließ Durchschlagskraft vermissen. Lynden McCallum konnte aber aus kurzer Distanz nicht treffen. Eine weitere Strafe gut zwei Minuten vor Drittelende brachte diesen Anflug von Moment aber schneller wieder zum ersticken. So konnte man auf Seiten des EHC wenigstens mit der Gewissheit in die zweite Pause gehen, dass man nach wie vor in Schlagdistanz war.

Und das dritte Drittel begann ganz anders als das zweite über weite Strecken verlaufen ist. Der EHC, läuferisch verbessert, fand wieder deutlich besser ins Spiel und konnte endlich auch ein Powerplay nutzen. Lynden McCallum traf aus seiner Lieblingsposition am rechten Bullykreis per platziertem Handgelenkschuss zum Ausgleich (44.). Vorausgegangen war ein Stockschlag von Jan Nijenhuis an Niko Linsenmaier abseits des Spielgeschehens.

Nach diesem Treffer schienen sich die sächsischen Eislöwen aber wieder daran erinnert zu haben, was sie im zweiten Drittel hat dominieren lassen. Denn von nun an waren die Wölfe wieder vorrangig damit beschäftigt, defensiv nichts anbrennen zu lassen.

Ganz im Gegenteil: Andreas Döpfner gelang sein erstes Saisontor zur Freiburger 3:2 Führung (49.) nach einem der wenigen aber dafür stark herausgespielten Angriff: Parker Bowles Pass fand Döpfner mit einem präzisen Querpass, der mit einem Rückhandschuss Goalie Marvin Berbner keine Chance ließ. Was folgte war aus Freiburger Sicht maximal bitter: In den verbleibenden 3:40 Minuten drehten die zugegebenermaßen stark aufspielenden Gäste die Partie komplett. Erst traf Sebastian Gorcik aus dem hohen Slot zum 3:3 (57.), wenig später konnte Ricardo Hendreschke einen vom Pfosten zurückspringenden Rebound zum 3:4 verwerten (59.), 1,4 Sekunden vor Schluss traf Alec Ahlroth ins leere Freiburger Tor zum 3:5 Endstand.

Weiter geht es am Freitag erneut mit einem Heimspiel. Zu Gast sind die punktgleichen Tabellennachbarn aus Bietigheim zum Baden-Württemberg-Duell.

Tore:
1:0 (07:20) Sezemsky (Bowles, Kühnhauser)
1:1 (23:17) Gorcik (Riedl, Fox)
1:2 (31:23) Fox (Hendreschke) – PP1
2:2 (43:57) McCallum (Ilestedt, Linsenmaier) – PP1
3:2 (48:32) Döpfner (Gallant, Bowles)
3:3 (56:20) Gorcik (MacKinnon)
3:4 (58:33) Hendreschke
3:5 (59:59) Ahlroth – EN

Schüsse: Freiburg 24 (14/5/5), Dresden 50 (14/15/21)
Strafminuten: Freiburg 10, Dresden 8
Überzahleffizienz: Freiburg 1-3, Dresden 1-4
Schiedsrichter: Benjamin Hoppe, Vladislav Gossmann / Denis Menz, Yannick Müller-Osten
Zuschauer: 2305

Aufstellung:
Schmidt (Goss)
McCallum-Linsenmaier-Ilestedt / De Los Rios-Plouffe
Bowles-Gallant-Döpfner / Wirth-Kühnhauser
Billich-Kiefersauer-Mühlbauer / Sezemsky-Gnyp
Bechtold-Steinhauser-Ludwig / Schlenker